Familienspiele Test

Wenns draußen kalt wird, beginnt die Zeit der Spiele. Wer findet den Schatz in der Drachenhöhle? Wer schmuggelt seine Schiffsladung sicher übers Meer? Und wer baut die schnellste Zugverbindung durch die USA? test.de zeigt die besten Spiele aus 2004: 18 Familienspiele für große und kleine Spieler. Preise: 6 bis 40 Euro.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Familienspiele

Reise in fremde Welten

Für echte Spielefans haben Gesellschaftsspiele eigentlich immer Saison. Was gibt es schöneres, als gemeinsam in fremde Welten zu fliehen. Als indischer Großfürst ins mittelalterliche Rajastan, als Peter der Große nach Sankt Petersburg oder als Schatzsucher auf ein altes Schiff. An verregneten Herbsttagen und langen Winterabenden gehen selbst Spielmuffel mit an Bord. Über 250 neue Spiele werden Jahr für Jahr präsentiert. Damit die Auswahl nicht so schwer fällt, haben große und kleine Tester das ganze Jahr über gespielt. Hier sind ihre Favoriten.

Spiel des Jahres 2004

Das Spiel des Jahres 2004 heißt Zug um Zug vom Verlag Days of Wonder. Eine gelungene Mischung aus Taktik, Glück und Bluff. Die Spieler bauen Zuglinien durch die USA. Der Zielort bleibt zunächst geheim. Nun müssen sich die Spieler entscheiden: Karten sammeln und Punkte einheimsen oder sichere Bahnstrecken besetzen, bevor ein Mitspieler die Strecke schnappt. Einfache Regeln, schnelle Spielzüge, variantenreiches Spiel. Für zwei bis fünf Spieler ab 8 Jahren. Die Tester der Stiftung Warentest waren begeistert. Der Verein „Spiel des Jahres e.V.“ kommt zum gleichen Urteil. Er kürte Zug um Zug zum Spiel des Jahres 2004.

Kinderspiel des Jahres

Übereinstimmung auch beim Kinderspiel: Geistertreppe heißt der Favorit der kleinsten Tester. Das Kinderspiel des Jahres 2004. Ein turbulentes Würfel- und Laufspiel für zwei bis vier kleine Spieler ab 4 Jahre. Verlag: Drei Magier. Die Spieler dringen in eine verfallene Burgruine ein. Über 22 brüchige Treppenstufen führt ihr Weg zum Schlossgespenst. Das verwandelt die Spieler allerdings selbst in Geister: Die kleinen Holzfiguren verschwinden mittels Magnet unter einem Geistermantel. Nun ist die Verwirrung groß, denn die Spielfiguren der einzelnen Spieler sind als Geist nicht mehr zu unterscheiden. Wer nicht genau aufpasst, zieht die Spielfigur des Gegners ins Ziel – und der gewinnt. Ein spannendes Spiel für die ganze Familie.

Rote und blaue Pöppel

Natürlich gibt es noch viel mehr schöne Spiele aus dem Jahr 2004. Der test-Kompass zeigt die Favoriten der Stiftung Warentest. Dutzende kleine und große Spieler haben dafür Probe gespielt. Fünf Spielpädagogen betreuten die Testteams in Familien, Kindergruppen und Spielgemeinschaften. Die Ergebnisse decken sich in diesem Jahr oft mit den Auszeichnungen des Vereins Spiel des Jahres e.V. Der vergibt seit 1978 Jahr für Jahr den Kritikerpreis „Spiel des Jahres“. Spielefans kennen den roten Pöppel, mit dem die ausgezeichneten Spiele werben dürfen. Seit 2001 wird auch ein Kinderspiel des Jahres gekürt. Der Pöppel dafür ist blau.

Auch ohne Siegel gut

Die Stiftung Warentest empfiehlt aber, nicht nur auf Auszeichnungen zu vertrauen. Es gibt viele gute Spiele, die noch kein Siegel tragen. Und das beste Spiel für alle ist ohnehin kaum zu finden: Wie bei Büchern, entscheidet auch bei Spielen der persönliche Geschmack. Wenns draußen regnet oder schneit, ist die Zeit das wieder auszuprobieren. Also: Die Heizung hochdrehen, Freunde einladen, Kekse backen, Kakao kochen und ab an den Spieltisch. Viel Spaß.

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