Familienrecht Sorgerecht nur mit Zustimmung

0

Das neue Familienrecht, demzufolge unverheiratete Väter nur mit Zustimmung der Mutter das Sorgerecht erhalten können, ist verfassungsgemäß. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Streit zwischen zwei Eltern entschieden (Az. XII ZB 3/00).

Eine Mutter hatte dem Vater ihres Kindes nach einer Trennung die Zustimmung zur so genannten Sorgeerklärung und damit das gemeinsame Sorgerecht verweigert. Das Erziehungsrecht blieb damit ­ wie vom Gesetz vorgesehen ­ allein bei der Mutter. Das gemeinsame Sorgerecht hätte dagegen per Gesetz gegolten, wenn die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes bereits verheiratet gewesen wären.

Die Bundesrichter hielten diese Ungleichbehandlung zu Lasten unverheirateter Väter für verfassungsgemäß. Da Mütter mit der Geburt des Kindes die Hauptverantwortung für das Kind trügen, sei zunächst ihnen allein das Sorgerecht zuzusprechen und das Recht zu gewähren, über eine Beteiligung des Vaters zu entscheiden.

0

Mehr zum Thema

  • Pfle­geeltern werden Diese Regeln gelten, diese Hilfen gibt es

    - Können Kinder nicht bei ihren leiblichen Eltern leben, über­nehmen oft Pfle­geeltern. Wir sagen, was Sie tun müssen, wenn Sie selbst Pfle­geeltern werden möchten.

  • Sorgerecht Die Regeln der elterlichen Sorge

    - Egal ob in der Part­nerschaft oder nach einer Trennung – für die Sorge ums Kind gibt es klare Regeln. Hier erfahren Sie das Wichtigste zu Umgangs- und Sorgerecht.

  • Impfungen Wann Kinder mitreden dürfen

    - Die Ständige Impf­kommis­sion empfiehlt Covid-19-Impfungen für Kinder ab 12 Jahren. Rechts­anwältin Jane Buch­holz erklärt, welche Mitspracherechte Jugend­liche haben.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.