Tipps

  • Kindergeld. Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen erhalten Sie für Ihr Kind oder Pflegekind maximal bis zum 27. Geburtstag 154 Euro, ab dem 4. Kind 179 Euro monatlich. Die Regelung gilt vorerst bis Ende 2006. Derzeit wird diskutiert, den Anspruch nur noch bis zum 25. Geburtstag zuzulassen.
  • Antrag. Sie beantragen Kindergeld bei der örtlichen Familienkasse. Formulare erhalten Sie dort oder unter www.bzst.bund.de oder www.formulare-bfinv.de.
  • Grenzbetrag. Sind Ihre Kinder 18 Jahre oder älter, erhalten Sie nur noch dann Kindergeld, wenn deren Einkünfte und Bezüge höchstens 7 680 Euro im Jahr betragen. Oft zeigt sich erst am Jahresende, dass hohe Werbungskosten den Betrag ausreichend verringern und Sie weiterhin Anrecht auf Kindergeld haben. Ihr Anrecht endet spätestens zum 27. Geburtstag.
  • Kopien. Kopieren Sie jeden Schriftwechsel mit der Behörde. So behalten Sie den Überblick.
  • Hilfe. Haben Sie Probleme mit dem Kindergeldantrag, lassen Sie sich beraten. Lohnsteuerhilfevereine etwa helfen in der Regel preiswert weiter. Für einen Beitrag von rund 100 Euro pro Jahr erhalten Sie nicht nur Hilfe beim Kindergeldantrag, sondern auch für alle Aspekte rund um die Steuerklärung, bis hin zum Einspruch und zur Klage.
  • Einspruch. Lehnt die Familienkasse das Kindergeld ab, können Sie binnen eines Monats kostenlos Einspruch einlegen. Ein Musterbrief der Stiftung Warentest hilft Ihnen dabei. Ist in ähnlicher Sache ein Verfahren beim Bundesfinanzhof anhängig, verweisen Sie darauf. Beantragen Sie bis zur Entscheidung das Ruhen des Verfahren. Sie finden alle anhängigen Verfahren unter www.bundesfinanzhof.de.
  • Klage. Lehnt die Kasse den Einspruch ab, können Sie innerhalb eines Monats eine Änderung beantragen. Der Einspruch ist kostenlos. Hilft das nicht, müssen Sie vor Ablauf des Monats Klage beim Finanzgericht einreichen.
  • Kosten. Eine Klage vor dem Finanzgericht kostet Gebühren. Zunächst müssen Sie einen Vorschuss zahlen - mindestens 220 Euro. Das Finanzgericht entscheidet in seinem Urteil auch darüber, wer von den Beteiligten die Kosten des Verfahrens zu tragen hat. Gewinnen Sie mit Ihrer Klage, muss die Familienkasse für die gesamten Kosten des Verfahrens aufkommen.

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