Familie Meldung

Opa. Groß­eltern können Kinder­geld bekommen, wenn sie Enkel viel betreuen.

Groß­eltern haben in bestimmten Fällen Anspruch auf Kinder­geld für ihre Enkel. Das gilt sogar, wenn die Kindes­eltern nicht mehr in ihrem Haushalt leben, entschied das Finanzge­richt Rhein­land-Pfalz. test.de erläutert die Entscheidung.

Ein Enkel, der viel bei Opa wohnt

Der Fall, den das Finanzge­richt Rhein­land-Pfalz (Az. 4 K 2296/15) entschieden hatte: Ein Beamter wohnte mit seiner Frau, seinen drei Kindern und einem Enkelkind zusammen. Zunächst ging das Kinder­geld an ihn. Als seine Tochter mit dem zweijäh­rigen Kind auszog, um zu studieren, zahlte die Familien­kasse das Kinder­geld an die Mutter. Der Enkel über­nachtete jedoch weiterhin mehr­mals wöchentlich bei seinen Groß­eltern. Als Beamter erhält der Opa einen Familien­zuschlag auf seinen Sold. Dessen Höhe hängt von der Anzahl der Kinder ab, für die er Kinder­geld bezieht.

Entscheidend ist, wo das Kind über­wiegend versorgt wird

Da die Familien­kasse das Kinder­geld für den Enkel an die Tochter zahlte, kürzte die Besoldungs­stelle den Familien­zuschlag des Opas um jähr­lich 367,58 Euro. Die Finanz­richter urteilten: Entscheidend für den Kinder­geldbe­zug ist allein, in welchem Haushalt ein Kind über­wiegend versorgt und betreut wird.

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