Ein Fahrrad, klein und leicht wie Handgepäck – so präsentiert die Werbung das Handybike. Das Klapprad ist zusammengefaltet tatsächlich ein Raumwunder. So mini wie die Ausmaße sind aber auch die Fahrleistungen des Zweiradzwergs.

„Die neue Dimension der individuellen Mobilität durch Evolution aus Scooter & Bike“ stößt vor allem wegen der winzigen Laufräder von nur 6 Zoll (üblich für Erwachsene: 26 bis 28 Zoll) schnell an Grenzen. Was so schick und trendy wirkt, ist in Wahrheit das große Handicap des kleinen Handybike.

Schon abgesenkte Bordsteinkanten, kleine Schlaglöcher oder Spurrinnen sind veritable Hindernisse und bedrohen den Fahrer mit der Gefahr eines Saltos über den Lenker. Streng genommen ist das Faltfahrrad nur auf völlig glattem und ebenem Grund vernünftig einsetzbar.

In hügeligen Gegenden ist schnell Schluss mit Lustig, weil das Handybike keine Gangschaltung hat und zu einer Sitzposition weit hinter dem Tretlager und den nur zwölf Zentimeter langen Kurbeln zwingt. So werden schon leichte Steigungen zu schweren Hindernissen.

Steigt der Fahrer aus dem Sattel, um im Wiegetritt ans Ziel zu kommen, macht sich die elastische Bauweise störend bemerkbar. Darüber hinaus bemängelten unsere Tester die „kippelige“ Art der Fortbewegung, die zu hoher Konzentration aufs Fahren statt auf den Verkehr zwingt.

Weitere Mängel: Schlechte Bremswirkung und pannenanfällige Reifen. Die fehlende Lichtanlage verdammt das Handybike aus dem öffentlichen Straßenverkehr auf privates Gelände.

Die wenigen positiven Seiten: Das Handybike lässt sich schnell auf- oder zusammenfalten und ist mit acht Kilogramm problemlos transportierbar. Es passt bequem ins Auto oder in die Gepäckablage von Zug oder Flieger.

Faltfahrrad Handybike
Preis:
349 Euro
Anbieter: iko Sportartikel
Kufsteiner Str. 72
83064 Raubling
Tel. 0 80 35/ 87 07 10
Fax 0 80 35/87 07 99
www.handybike.com

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