Peelings mit Säuren

Ätzend. Wem das Lasern zu heiß ist: Kleinen, oberflächlichen Gesichts­fältchen kann man auch mit einem chemischen Soft-Peeling zu Leibe rücken.

Soft-Peeling. Dabei trägt ein Arzt eine bis zu 70-prozentige Fruchtsäure auf. Dadurch schält sich die oberste Schicht der Haut mit allen abgestorbenen Hautzellen ab. Die Fruchtsäuren (AHAs gleich Alpha Hydroxy Acids) können einmalig in hoher oder mehrere Wochen lang in steigender Konzentration angewendet werden. Die Haut wird danach glatter und feinporiger, kleinere Fältchen können gemildert werden. Allerdings kann die Haut erst einmal irritiert sein und sehr empfindlich auf Sonnenlicht reagieren.

  • Kosten: ab 200 Euro pro Behandlung.

Kosmetikerinnen dürfen mit Fruchtsäuren in schwächerer Konzentration behandeln – diese haben aber im Allgemei­nen eine eher geringe Wirkung auf die Faltenglättung.

Intensivpeeling. Um tiefere Falten oder Narben zu glätten, müssen stärkere Säure­geschütze her. Ein chemisches Peeling wird mit Trichloressigsäure durchgeführt. Dabei wird die obere Hautschicht regelrecht weggeätzt. Das soll die Bildung neuer Kollagen­fasern anregen. Diese schmerzhafte Prozedur wird oft unter Narkose durchge­führt. Danach ist ein Rückzug ins Priva­te angesagt: Der Wundschorf fällt erst nach etwa 14 Ta­gen ab. Hat alles geklappt, wirkt die Haut rosig-frisch, bei unsachgemäßer Anwendung können jedoch Narben entstehen. Sonnen­bäder sind wegen der Gefahr von Pigmentstörungen erst einmal tabu.

  • Kosten: ab 1 000 Euro.

Alternativen. Auf der Suche nach der Faltenfreiheit wurden auch Behandlungsme­tho­den entwickelt, denen zum Teil jegliche wissenschaftliche Grundlage fehlt. Dubiose Strom­be­hand­lungen mit Elek­tro­den sollen Ge­sichts­muskeln dehnen oder anspannen, Gold- oder Goretexfäden sollen – unter die Haut implantiert – neues Bindegewebe bilden. Die Auswahl ist groß, das Risiko allerdings auch.

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