Falschparker müssen Bußgeld und Abschleppkosten zahlen. Für weitere Konsequenzen des wilden Parkens müssen sie aber nicht unbedingt einstehen.

So schaute nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH, Az. VI ZR 385/02-kk) ein Bauunternehmer in die Röhre, der von einem Falschparker rund 2 400 Euro Schadenersatz gefordert hatte. Wegen des falsch abgestellten Wagens hatte der Unternehmer einen teuren Kran nur verspätet auf die Baustelle bekommen. Ersatz für den Kranausfall durfte er aber nicht fordern. Obwohl die Verbotsschilder extra aufgrund der Baustelle aufgestellt worden waren, meinte der BGH, dass sie allein der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs dienten und nicht den finanziellen Interessen des Baubetriebs.

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