Der Supermarktparkplatz ist groß und die Versuchung auch: Warum nicht kurz dort parken, wenn in der Umgebung etwas zu erledigen ist? Weil das teuer werden kann, lautet die Antwort des Bundesgerichtshofes (Az. V ZR 144/08). Weisen Schilder darauf hin, dass widerrechtlich abgestellte Wagen kostenpflichtig abgeschleppt werden, dürfen sich Falschparker nicht beklagen, wenn das geschieht.

Der Bundesgerichtshof hat gegen einen Mann entschieden, der sich auf einen Parkplatz gemogelt hatte, weil er in der Nähe etwas anderes zu tun hatte. Ein Abschleppunternehmer war damit beauftragt, den Platz zu überwachen und schleppte den Wagen des Mannes ab. Erst gegen Zahlung von 150 Euro und 15 Euro Inkassokosten gab er den Wagen wieder heraus.

Selbst wenn auf dem Parkplatz Plätze frei sind, darf der Supermarktbetreiber abschleppen lassen. Für das Abschleppen sind 150 Euro in Ordnung, beschied das Gericht, nur die 15 Euro Inkassogebühr muss der Mann nicht bezahlen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 535 Nutzer finden das hilfreich.