Falschgeldtester Meldung

Mit der Einführung des Euro wächst die Angst vor Falschgeld. Denn kaum jemand traut sich derzeit zu, echte Euro-Scheine von Blüten zu unterscheiden. Einige Firmen haben deshalb Falschgeldtester entwickelt. Doch nicht alle halten, was sie versprechen.

Binnen Sekunden soll der "Euro-Quick-Tester", der aussieht wie ein Filzstift, Falschgeld entlarven. Man muss nur einen Strich auf die unbedruckte Stelle eines Geldscheins ziehen. Wir haben es ausprobiert. Der einfache Strich wurde zunächst hellgelb und verschwand kurz darauf wieder. Ein gutes Zeichen, denn auf Falschgeld soll der Strich dauerhaft schwarz erscheinen.

Wer sich also den Euro-Quick-Tester für rund 25 Mark kauft und nach dem Test einen dunklen Strich auf dem Geldschein vorfindet, kann sich sicher sein, dass er Falschgeld in den Händen hält. Nur der Umkehrschluss, dass es sich bei gelben Verfärbungen immer um Echtgeld handelt, funktioniert leider nicht: Auch Papier der August-Ausgabe der Zeitschrift test färbte sich gelb und ist laut Quick-Tester ein echter Geldschein. Das Papier von Finanztest weist der Stift dagegen als Falschgeld aus. Mit dem "Magictester", einer Lupe mit 20-facher Vergrößerung, lässt sich untersuchen, ob ein Geldschein eine Mikroschrift besitzt. Mit dem bloßen Auge ist dieses Sicherheitsmerkmal nicht sichtbar. "Wir gehen davon aus, dass sich das Gros der Fälschungen mit der Lupe identifizieren lässt", sagt Jürgen Bartholomäus von der Falschgeldstelle der Deutschen Bundesbank.

Tipp: Verbraucher sollten sich lieber die Echtheitsmerkmale des Euro einprägen. Die Bundesbank hat eine Broschüre zum Thema Sicherheitsmerkmale des Euro herausgegeben. Sie wird im November an alle Haushalte verteilt.

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