Schufa-Daten prüfen

Die Schutz­gemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) ist die größte deutsche Auskunftei. Das Privat­unternehmen speichert Finanz­daten und handelt damit. Es hat Daten von fast 68 Millionen Privatmenschen, die sie von rund 9 500 Vertrags­part­nern erhält, zum Beispiel von Banken, Versandhänd­lern und Energieversorgern. Diese melden an die Schufa zum Beispiel Giro­konten, Kreditkarten, Kredite und Verträge. Im Gegen­zug erhalten die Unternehmen von der Schufa auf Anforderung Aussagen über die Kreditwürdig­keit ihrer Kunden und über deren Zahlungs­verhalten.

Bei einer negativen Auskunft, wie einer offenen Zahlungs­forderung, einer Pfändung oder Insolvenz reagieren sie: Sie kündigen den Dispokredit, fordern den Kauf auf Vorkasse oder verweigern den Strom­vertrag. Laut Schufa haben rund 9 Prozent der Verbraucher im Schufa-Bestand mindestens einen negativen Vermerk. Wichtig ist, dass die gesammelten Daten richtig sind, denn Fehler haben teils gravierende Folgen, wie der Fall von Isa Kraft zeigt.

Bürger haben Anspruch auf Eigen­auskunft

Auf eine Eigen­auskunft hat jeder Bürger laut Daten­schutz-Grund­ver­ordnung Anspruch. Sie muss einmal im Jahr kostenlos sein (siehe unser Special Die Schufa-Daten checken). Jeder hat auch das Recht auf Korrektur falscher Daten. Dazu sagt die Schufa: Hinweisen von Verbrauchern gehe man umge­hend nach. Ebenso habe jedes Unternehmen, das von der Schufa Informationen beziehe, die Pflicht, „Meldungen im Rahmen der eigenen Qualitäts­sicherung zu prüfen“. Das scheint im Fall Kraft gehörig daneben­gegangen zu sein.

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