150 000 Euro verlor eine Sparerin durch einen Anlagetipp der Deutschen Bank. Die Rentnerin hatte ausdrücklich Wert auf geringes Risiko gelegt, weil sie regelmäßige Ausschüttungen für ihren Lebensunterhalt brauche. Dennoch wurde sie überredet, aus hochverzinslichen Bundesanleihen auszusteigen und spekulative Papiere zu kaufen – deren Kurs dann aber dramatisch fiel. Das Landgericht Mannheim sprach ihr Schadenersatz zu (Az. 3 O 100/02). So wie sie beklagen sich viele Sparer über schlechte Beratung der Banken. Doch meist scheitern Klagen an der Beweislage: Die „Beratungs“-Gespräche fanden ohne Zeugen statt, Protokolle wurden nicht angefertigt. Betroffene sollten sich an die Verbraucherzentrale oder den Schiedsmann ihrer Bank wenden.

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