Das Landgericht Aschaffenburg hat einen Anlagevermittler zu Schadenersatz verurteilt, weil er einem Ehepaar riskante Kapitalanlagen der Akzenta AG verkauft hat. Der Vermittler habe es versäumt, die Kunden auf die negative Berichterstattung in Finanztest hinzuweisen, so die Richter (Az. 32 O 568/09).

Der Anlagevermittler hatte dem Paar mehrere Umsatzbeteiligungen an der inzwischen pleitegegangenen Firma als sichere Altersvorsorge angepriesen. Die Eheleute investierten daraufhin knapp 100 000 Euro in mehrere dubiose Umsatzbeteiligungen. Als die Akzenta-Bosse 2008 wegen Betrugs verurteilt wurden, wandte sich das Ehepaar an den Münchener Anwalt Jürgen Klass. Der machte vor Gericht geltend, dass Finanztest bereits seit 2000 vor der Akzenta gewarnt hat.

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