Die Stadt­sparkasse Düssel­dorf muss die Witwe eines Kunden mit fast 40 000 Euro entschädigen, weil sie den Mann nicht ordentlich beraten hat. Dies hat das Ober­landes­gericht Düssel­dorf entschieden (Az. I-16 U 230/13).

Der bei Vertrags­schluss 84-jährige Kunde war schwer krank und wollte seiner Frau eine Zusatz­rente sichern. Auf Empfehlung der Sparkasse steckte er 42 000 Euro in einen Schiffs­fonds. Allein die Vertriebs­kosten verschlangen 19 Prozent des Anleger-Geldes. Drei Monate nach Unter­schrift starb der Mann. Seine Witwe erhielt mehrere Ausschüttungen von insgesamt 5 280 Euro. Dann geriet der Fonds in Schieflage und die Frau bekam kein Geld mehr.

Das Ober­landes­gericht verurteilte die Stadt­sparkasse, die verlorenen 36 720 Euro plus 2 Prozent Zinsen an die Witwe zurück­zuzahlen. Das Geld­institut habe „gegen ihre Pflicht zur objektgerechten Beratung verstoßen“.

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