Die Postbank hat einen Schiedsspruch der Ombudsfrau privater Banken im Streit um eine Falschberatung abgelehnt. Ein Ehepaar, beide über 70, hatte sein Geld sicher und jederzeit verfügbar anlegen wollen. In der Postbank Finanzberatung wurde ihnen der Kauf von Anleihen der US-amerikanischen Investmentbank Lehman für 5 250 Euro empfohlen. Nach der Insolvenz der Bank waren die Papiere so gut wie wertlos.

Während die Eheleute erklären, dass der Berater sie mehrmals in sein Büro gebeten habe, um „immer wieder etwas zu unterschreiben“, spricht die Postbank von einer intensiven „anleger- und objektgerechten“ Anlageberatung. Ihr Berater, der inzwischen nicht mehr als selbstständiger Handelsvertreter der Postbank Finanzberatung arbeitet, habe korrekt über alle Risiken aufgeklärt. Die Ombudsfrau bezweifelt die korrekte Aufklärung. Sie hat einen Vergleich vorgeschlagen. Die Postbank solle die Hälfte des Schadens in Höhe von 2 625 Euro bezahlen. Die Bank lehnt das ab.

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