Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat für weitere 2 300 Geschädigte in Österreich Sammelklagen gegen den Finanzdienstleister AWD eingereicht, der auch in Deutschland aktiv ist. Die Prozessfinanzierung hat die deutsche Firma Foris übernommen.

Der VKI, eine Partnerorganisation der Stiftung Warentest, hat damit die Ansprüche von rund 2 500 Anlegern der Firmen Immofinanz und Immoeast vor Gericht gebracht. Der Prozessfinanzierer Advofin klagt im Auftrag von 280 weiteren Geschädigten.

Die Anleger werfen den Beratern des AWD vor, sie bei der Vermittlung von Aktien des Wiener Immobilienentwicklers Immofinanz falsch beraten zu haben (siehe Finanztest 2/09, S. 22) Laut VKI beträgt der Streitwert über 40 Millionen Euro. Die Klagewelle sei nötig geworden, weil der AWD sich geweigert habe, auf die Verjährung zu verzichten, sagt VKI-Chefjurist Peter Kolba. „Mit unseren Sammelklagen sichern wir die Ansprüche der Geschädigten.“

Der AWD weist den Vorwurf der „systematischen Falschberatung“ zurück. Mehrere Klagen gegen den AWD seien von Gerichten abgewiesen worden.

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