Die Bundesregierung will Anleger besser gegen Falschberatung schützen. Gleichzeitig soll die Verjährungsfrist für Ansprüche aus falscher Beratung von drei auf zehn Jahre erhöht werden. Ein solches Gesetz soll noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

Finanzberater, zu denen auch Bankberater gehören, müssen ab dann von jeder Beratung ein Protokoll anfertigen, das sie ihrem Kunden aushändigen. Es soll Anlass, Dauer der Beratung, die persönliche Situation und das Anliegen des Verbrauchers nennen. Außerdem soll es dokumentieren, welche Anlageprodukte warum empfohlen wurden.

„Anleger, die beim Erwerb von Wertpapieren falsch beraten werden, können ihre Rechte in Zukunft besser durchsetzen“, erklärt Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). „Wir befreien den Anleger aus seiner Beweisnot.“ Viele Schadenersatzansprüche seien bislang daran gescheitert, dass Anleger ihre Ansprüche wegen Falschberatung nicht gerichtsfest hätten beweisen können.

Eine Studie im Auftrag des Verbraucherministeriums, die im Dezember 2008 veröffentlicht wurde, hatte ergeben, dass den Bundesbürgern pro Jahr bis zu 30 Milliarden Euro durch schlechte Finanzberatung verlorengehen.

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