Der Mittelverwendungskontrolleur des Falk-Zinsfonds muss einem Anleger Schadenersatz zahlen, weil er seine Informationspflichten verletzt hat. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) München entschieden (Az. 17 U 3915/08).

Nachdem der Falk-Zinsfonds sowie die Falk-Gruppe vor rund vier Jahren insolvent wurden, verklagte ihn der Anleger. Der Anleger habe sich an dem Fonds nur beteiligt, weil er auf die im Prospekt beschriebene Kontrolle der Geldflüsse vertraut habe, erklärt Anwalt Ralph Veil. Doch die Kontrolle durch den Prüfer fand nicht statt. Über anderthalb Jahre hatte er gar keinen Zugriff auf das Sonderkonto, über das die Fondstransaktionen laufen sollten. Da er sich weder gegen diesen Missstand gewehrt, noch die Anleger darüber informiert habe, müsse er für den Schaden haften, urteilte das Gericht.

  • Die Falk-Gruppe steht seit Jahren auf unserer Warnliste.

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