Falk-Fonds Meldung

Die Pleite der Falk-Gruppe aus München hat ein gerichtliches Nachspiel.

Zwei Anleger der Falk-Gruppe, eine der ehemals größten Anbieterin geschlossener Immobilienfonds in Deutschland, erhalten einen Verlust von rund 7 000 Euro ersetzt. Das Oberlandesgericht (OLG) München hat erstmals einen Prospektverantwortlichen und einen Mittelverwendungskontrolleur des Falk Zinsfonds wegen eines Fehlers im Fondsprospekt zu Schadenersatz verurteilt (Az. 21 U 2687/07).

Nachdem das Landgericht München bisher alle Anlegerklagen abgewiesen hat, gibt es nun neue Hoffnung für rund 3 000 Geschädigte des Zinsfonds, die dort etwa 58 Millionen Euro eingezahlt haben. Ihr Geld wurde für Darlehen an die Immobilienfonds der Falk-Gruppe verwendet, die im Jahr 2005 pleite ging. Etwa 30 000 Anleger wurden geschädigt.

Das OLG urteilte nun, dass die Risiken der Beteiligung im Prospekt falsch dargestellt seien. Der Prospektverantwortliche und der Mittelverwendungskontrolleur haben entgegen der Angaben im Prospekt nicht gemeinsam über ein Sonderkonto des Zinsfonds verfügt, erklärten die Kanzleien Göddecke aus Siegburg und Mattil & Kollegen aus München. Anlegern sei fälschlich eine besondere Sicherheit suggeriert worden.

Der Zinsfonds ist auch Gegenstand eines Strafverfahrens. Helmut Falk und andere Verantwortliche der Falk-Gruppe sollen sich wegen Anlagebetrugs verantworten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 334 Nutzer finden das hilfreich.