Rund 1 300 Anleger der Münchener Falk-Gruppe, die an etwa 30 000 Anleger Anteile an 80 geschlossenen Immobilienfonds verkauft hat, sind von Insolvenzverwalter Josef Nachmann aufgefordert worden, sämtliche seit 1999 erhaltenen Ausschüttungen sofort zurückzuzahlen. Pro Anleger des Fonds 71 sind das mehrere Tausend Euro.

Den seit dem Jahr 2000 gezahlten Ausschüttungen stünden keine Gewinne gegenüber. Bereits 1999 seien rund 8 Millionen Euro Anlaufverluste entstanden, heißt es in Schreiben an Anleger. Das Geld müsse nach den Bestimmungen des Handelsgesetzes erstattet werden, um damit die Insolvenzgläubiger zu befriedigen. Anwalt Ralph Veil von der Münchener Anwaltskanzlei Mattil & Kollegen empfiehlt Anlegern, nicht zu zahlen und mit Gegenansprüchen gegen die Forderung des Insolvenzverwalters aufzurechnen. Auch Anleger der Falk-Fonds 70, 72 und 73 können nicht mehr auf eine Erholung ihrer Fonds hoffen. Es geht nur noch darum, ob es gelingt, das Vermögen zu verkaufen und damit die Schulden zu begleichen, oder ob ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden muss.

  • Der Falk-Gruppe steht seit langem auf der Warnliste.

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