Der Rettungsplan für den von der Pleite bedrohten Zinsfonds der Falk Capital KG (vormals AG) ist gescheitert. Thomas Engels, bisher für die Sanierung verantwortliches Vorstandsmitglied, ist zurückgetreten. Wie es mit der Falk Capital, die etwa 80 geschlossene Immobilienfonds aufgelegt hat, weitergeht, ist derzeit unklar. Fondsinitiator Helmut Falk will noch im ersten Quartal 2005 ein neues Sanierungskonzept vorlegen.

Zuvor hatte Helmut Falk den bereits von Anlegern abgesegneten Rettungsplan gestoppt, nachdem Anwälte mit Anzeigen gedroht hatten. Sie warfen der Falk Capital Stimmenkauf vor, nachdem Vermittlern Prämien versprochen worden waren, wenn sie ihre Kunden zur Zustimmung zu diesem Plan überredeten.

Hinzu kam der Verdacht, dass die Falk Capital einen Teil der etwa 9 Millionen Euro flüssigen Mittel, die auf eine neu zu gründende Gesellschaft übertragen werden sollten, unter anderem zur Begleichung von Steuerschulden der Falk Capital verwenden wollte, erklärte der Münchener Rechtsanwalt Peter Mattil. Diese Mittel des Zinsfonds, die zur Vergabe von Darlehen an Fonds der Falk Gruppe bestimmt waren, wären dann verloren gegangen.

Die Krise der Falk Capital betrifft auch Anleger anderer Falk-Fonds. So gab es für die Fonds 74 und 75 im zweiten Halbjahr 2004 keine Ausschüttungen mehr. Eine Finanzierungslücke beim Fonds 78 konnte bisher nicht geschlossen werden. Der Fonds 80 muss vermutlich rückabgewickelt werden.

  • Die Falk-Gruppe steht wegen der Auswirkungen, die die Krise der Falk Capital KG für andere Falk-Fonds hat, auf der Warnliste.

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