Das Landgericht München I hat die Falk Zinsfonds GbR zur Rückzahlung der vollen Einlage plus Zinsen an einen Anleger verurteilt (Az. 10 O 2211/05, nicht rechtskräftig). Der Mann hatte seine Fondsbeteiligung vertragsgemäß Mitte des vergangenen Jahres zum Jahresende 2004 gekündigt.

Obwohl die Verantwortlichen die Zahlungsprobleme des Fonds, die sie schließlich im Dezember 2004 öffentlich machten, bereits kannten, bestätigten sie dem Mann die Kündigung zum 31. Dezember 2004. „Wir werden zu diesem Termin Ihre Einlage in Höhe von 50 000 Euro zuzüglich Zinsen auf das benannte Konto überweisen ...“, heißt es im Antwortschreiben. Diese Mitteilung wertete das Gericht als Rückzahlungs- und Schuldversprechen, erklärte die Kanzlei Mattil & Kollegen aus München. Die vom Falk Zinsfonds vor Gericht vertretene Auffassung, dass der Anleger lediglich Anspruch auf das nahe null liegende Abfindungsguthaben habe, teilte der Richter nicht.

Wenn das Urteil Bestand hat, können zahlreiche Anleger des Fonds, die Kündigungsbestätigungen aus dem Jahr 2004 in den Händen halten, auf Rück­zahlungen hoffen. Denn die Zinsfonds GbR hat vor Gericht angegeben, dass sie noch Vermögen habe. Sämtliche Ansprüche von Kündigern könnten be­friedigt werden, erläutert Rechtsanwalt Ralph Veil.

Die Falk Capital Gruppe, einer der größten Anbieter  geschlossener Immobilienfonds, steht auf der Finanztest-Warnliste.

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