Fairvesta Staats­anwalt ermittelt wegen Kapital­anlagebetrugs

Fairvesta - Staats­anwalt ermittelt wegen Kapital­anlagebetrugs
Der Firmensitz von Fairvesta in Tübingen.

Die Staats­anwalt­schaft Stutt­gart ermittelt wegen des Verdachts auf Kapital­anlagebetrug gegen Verantwort­liche von Fairvesta, einem Emissions­haus für geschlossene Immobilienfonds aus Tübingen.* Das bestätigte eine Behörden­sprecherin auf Anfrage von Finanztest. Das Unternehmen teilte mit, die Über­prüfungen träfen Fairvesta weder unerwartet noch unvorbereitet. Sie würden sogar uneinge­schränkt begrüßt. Es sei sich sicher, dass sich die Vorwürfe „in Luft auflösen“.

Finanztest hat seit 2003 mehr­fach auf Risiken bei Fairvesta-Fonds für Anleger hingewiesen (siehe zuletzt Gutachten bestätigt Finanztest-Kritik), unter anderem beim ersten Immobilien­handels­fonds des Unter­nehmens, das sich damals noch Fairrenta nannte. Aktuell stehen die geschlossenen Fonds Mercatus X und XI auf der Warn­liste der Stiftung Warentest. Bei beiden stand bei Auflage noch nicht fest, in welche konkreten Immobilien die Fonds investieren. Von solchen „Blindpools“ rät Finanztest Privat­anlegern ab.

* Passage korrigiert am 25.08.2014

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