Mit der steigenden Beliebtheit fair gehandelter Produkte wie Schokolade oder Kaffee wächst das Bewusst­sein dafür, was fairer Handel bedeutet. Das Unternehmen Gepa, Pionier im fairen Handel, geht neue Wege: Es hat das bekannte Fairtrade-Siegel von einem Teil seiner Produkte entfernt und durch ein eigenes „fair plus“-Zeichen ersetzt. Das soll höhere Stan­dards garan­tieren. So ist etwa „fair plus“-Schokolade zu 40 bis sogar 100 Prozent fair gehandelt. Für das Fairtrade-Siegel hingegen müssen seit 2011 bei Misch­produkten nur noch 20 Prozent der Zutaten aus fairem Handel kommen. Außerdem würden die Erzeuger von „fair plus“-Produkten mehr Geld erhalten, als die Mindest­stan­dards vorsehen, verspricht Gepa. Gepa will trotzdem weiter mit der Organisation zusammen­arbeiten, die das Fairtrade-Siegel vergibt. 2011 gaben die Deutschen 400 Millionen Euro für Produkte mit Fairtrade-Siegel aus – 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

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