Temposünder können sich gegen ein Fahrverbot nicht deshalb wehren, weil das Tempolimit nur aus Gründen des Lärmschutzes bestand. Das hat das Oberlandesgericht Bamberg entschieden (Az. 3 Ss OWi 1516/2006). Fahrer, die innerorts mehr als 30 oder außerorts mehr als 40 Stundenkilometer zu schnell sind, bekommen ein Fahrverbot, wenn die flotte Fahrt eine „grobe Pflichtverletzung“ war. Das ist sie nicht nur, wenn das Tempolimit der Verkehrssicherheit dient. Auch die Missachtung eines Lärmschutzlimits ist „grob“.

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