Fahrer, die das Ortsschild übersehen und deshalb deutlich zu schnell unterwegs sind, müssen nicht immer mit einem Fahrverbot rechnen. Wenn sie ein „Augenblicksversagen“ belegen, dürfen die Behörden vom Fahrverbot absehen.

So ein Fall kann zum Beispiel vorliegen, wenn ein Fahrer in einer fremden Gemeinde das Ortsschild übersieht, weil eine vierspurige Straße auch innerorts in voller Breite weiterführt und sich die Randbebauung beim Übergang in den Ort nicht verändert (Oberlandesgericht Dresden, Az. Ss (OWi) 353/05).

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