Wechselnde Einsatz­stellen oder Fahr­zeuge als Arbeits­platz: Sammel­punkte freiwil­lig aufsuchen

Oft arbeiten Arbeitnehmer schon in dem Moment auswärts, in dem sie die Wohnung verlassen. Sie dürfen für alle Fahrten Reise­kosten abrechnen, weil sie keine erste Tätig­keits­stätte haben. Das kann sich ändern, wenn sie Sammelstellen aufsuchen, ehe sie zur Arbeit an Einsatz­stellen oder auf Fahr­zeugen weiterfahren.

Situation. In diese Situation kommen können zum Beispiel Hand­werker, Monteure, Handels­vertreter, Monta­gearbeiter und ambulante Pfle­gekräfte. Sie kümmern sich am Firmensitz oft um Material oder Papiere wie Auftrags­bestätigungen. Auch Piloten, Schiffs­führer, Notarzt­wagen- und Busfahrer fahren aus solchen Gründen zu Sammelstellen wie Busdepots, Lotsen­stationen und Flughafen­terminals.

Wahl. Sind solche Anlauf­punkte freiwil­lig, gelten die Regeln für Reise­kosten auch für den Weg zwischen Wohnung und Sammelstelle. Ordnet der Arbeit­geber den Stopp an, zählen dagegen bis zur Sammelstelle nur Über­nachtungs­kosten, Verpflegungs­pauschalen und Reisen­eben­kosten. Für den Weg von der Wohnung dorthin dürfen Arbeitnehmer nur die Kilo­meterpauschale von 30 Cent für die einfache Entfernung oder ihre Kosten für öffent­liche Verkehrs­mittel absetzen.

Beispiel: Ein Monteur fährt vor der Arbeit 20 Kilo­meter von der Wohnung zum Betriebs­sitz und nimmt dort seine Aufträge entgegen. Passiert das auf Anordnung des Arbeit­gebers an 220 Tagen, kann der Mann dafür nur Kilo­meterpauschalen von 1 320 Euro abrechnen. Steuert er den Sammel­punkt freiwil­lig an, ist der Betrag doppelt so hoch. Dann spart er 792 Euro, wenn der Steu­ersatz dafür inklusive Solidaritäts­zuschlag 30 Prozent beträgt.

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