Arbeitnehmer streiten oft mit dem Finanz­amt, wie viel sie für die Fahrt zur Arbeit ansetzen dürfen. Denn es gewährt nur 30 Cent Pend­lerpauschale pro Entfernungs­kilometer für den Weg zu dem Betrieb, der als ihre erste Tätig­keits­stätte gilt. Bei Fahrten für eine Auswärts­tätig­keit dürfen es 30 Cent pro gefahrenem Kilo­meter sein. Der Bundes­finanzhof (BFH) hat nun entschieden, dass es auf den qualitativen Arbeits­schwer­punkt ankommt.

Erste Tätig­keits­stätte

Regel­mäßige Fahrten zum Betrieb allein machen diesen nicht zur ersten Tätig­keits­stätte, entschied der BFH (Az. VI R 5/16). Er gab damit einem Klärwärter recht. Dieser setzte Kosten für eine Auswärts­tätig­keit zum Zentralklär­werk an. Dort begann und beendete er jeden Arbeits­tag, arbeitete sonst aber an anderen Orten. Das Finanz­amt sah die Zentrale dagegen als erste Tätig­keits­stätte.

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