Zu viel Lässigkeit beim Führen eines Fahrtenbuchs kann einen Firmenwagen beim Finanzamt teuer machen. Das musste ein Arbeitnehmer beim Bundesfinanzhof (BFH) in München erleben. Der Mann hatte seine Autofahrten zunächst nur auf lose Notizzettel geschrieben und sie erst einige Zeit danach in einem Fahrtenbuch aufgelistet (Az. VI R 27/05).

Die Richter am Bundesfinanzhof entschieden, dass der Kläger jeden Monat 1 Prozent vom Bruttolistenpreis des Firmenwagens als Lohn versteuern muss. Sie erkannten das Fahrtenbuch, mit dem dieser die tatsächlichen Fahrten nachweisen und so den steuerpflichtigen Anteil für seinen Firmenwagen drücken wollte, wegen der ­Zettelwirtschaft nicht an.

Auch ein anderes Fahrtenbuch ist beim Bundesfinanzhof durchgefallen. In diesem Musterverfahren führte der Kläger das Buch mithilfe des Tabellenkalkulationsprogramms Excel.

Die Richter fanden, dass die Software zum Nachweis der Autofahrten ungeeignet sei, weil sie nachträgliche Änderungen zulässt. Die Reichweite dieser Änderungen könne das Finanzamt später nicht mehr nach­verfolgen (Az. VI R 64/04).

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