Fahrradversicherung Test

Knapp eine halbe Million Fahrräder werden jährlich gestohlen. Versicherungen können den Verlust ersetzen. Für teure Räder lohnt sich eine Fahrradversicherung. Sie bietet besseren Schutz als die Hausratversicherung, ist in der Regel aber teuer. Wer ein weniger wertvolles Rad fährt, kommt mit seiner Hausratversicherung oft günstiger davon. Finanztest sagt, für wen sich die Spezialversicherung lohnt und wie viel sie kostet.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Fahrradversicherung

Spezialversicherung ab 52 Euro im Jahr

Am Start: sechs Tarife von drei Anbietern für Fahrradversicherungen. Die günstigeren Varianten sichern hauptsächlich Schäden durch Diebstahl ab. Bei den teureren ist der Schutz deutlich erweitert, etwa auf Unfallschäden oder gewaltsame Beschädigung. Die Fahrradversicherung lohnt meist nur, wenn das Rad sehr teuer ist, nachts immer draußen steht oder sein Besitzer keine Hausratversicherung hat. Die Spezialversicherung kostet für ein Fahrrad mit einem Wert von 500 Euro zwischen 52 Euro und 114 Euro im Jahr. Wer ein Rad im Wert von 1 000 Euro versichern will, muss zwischen rund 104 Euro und 160 Euro im Jahr zahlen.

Große Unterschiede in der Leistung

Doch aufgepasst: Der Kunde bekommt nicht immer den vollen Wert ersetzt. Bei der Arag erhält er immer ein gleichwertiges neues Rad ohne Zeitwertabzug. Ihr „Standardschutz“ hat unter den untersuchten Tarifen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Gesellschaft P & P überweist nur im ersten Jahr nach dem Kauf die volle Summe. Ab dem zweiten Jahr sinkt die Versicherungssumme jährlich um fünf Prozent. Der Versicherer Wertgarantie täuscht seine Kunden mit dem Tarif „Komplettschutz“. Er versichert zwar Fahrräder bis 3  000 Euro, zahlt im Schadensfall für ein neues Rad aber höchstens 1 200 Euro.

Schutz der Hausratversicherung erweitern

Fahrräder sind meist nicht automatisch über die Hausratversicherung abgedeckt. Radfahrer können den Schutz aber gegen einen Zuschlag bekommen. Das lohnt sich vor allem für weniger wertvolle Räder - vorausgesetzt der Zuschlag fürs Fahrrad ist nicht zu hoch und die Tarifzone günstig. Die Versicherer machen ihren Beitrag vom Wohnort abhängig. Lebt der Versicherungsnehmer in einer für Fahrräder „gefährlichen“ Gegend steigen die Zuschläge. Eine Erweiterung des Versicherungsvertrags lohnt nicht mehr.

Wann die Hausratversicherung zahlt

Ersatz bei Diebstahl gibt es nur, wenn das Fahrrad abgeschlossen war. Wo und wann der Radfahrer es abstellt hatte, ist unwichtig, solange das Fahrrad in Gebrauch war. Ansonsten gelten andere Regeln: Die Hausratversicherung ersetzt ein gestohlenes Fahrrad nur, wenn es zwischen 6 Uhr und 22 Uhr entwendet wurde oder im Keller beziehungsweise in der Wohnung stand.

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