Fahr­rad­unfall Elfjäh­riger haftet für Schaden

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Fährt ein Elfjäh­riger verkehrs­widrig Fahr­rad und verursacht dabei einen Unfall mit einer anderen Person, ist er für die Folgen alleine haft­bar, so das Ober­landes­gericht Hamm.

Ein Junge radelte auf dem Gehweg entgegen der eigentlichen Fahrt­richtung. Beim Über­queren einer Straße stieß er mit einer Radfahrerin zusammen. Diese verletzte sich schwer am rechten Bein. Ihr Knie musste später operativ versteift werden.

Das Gericht entschied, dass der Junge die alleinige Schuld am Unfall trägt und für mehrere Zehn­tausend Euro Schaden­ersatz, Schmerzens­geld, Erwerbs- und Haus­halts­führungs­schaden und eine Rente haftet. Mit elf Jahren sei ihm bewusst gewesen, dass er für sein verkehrs­widriges Verhalten verantwort­lich sei (Az. 9 U 238/15). Im Straßenverkehr sind Kinder ab dem zehnten Geburts­tag haft­bar. Für Schäden kommt die Haft­pflicht­versicherung der Eltern auf, sofern sie eine haben. Sonst muss das Kind die Kosten später aus eigenem Einkommen begleichen. Das Urteil kann 30 Jahre lang voll­streckt werden.

Tipp: Eine private Haft­pflicht­versicherung deckt Risiken des alltäglichen Lebens ab, die den finanziellen Ruin bedeuten können. Sie ist damit die wichtigste Versicherungs-Police über­haupt. Wer noch keine Privathaft­pflicht hat, sollte unbe­dingt eine abschließen. Das fällt jetzt noch leichter: Die aktuell von den Versicherern angebotenen Policen sind noch besser geworden. So lohnt oft auch der Wechsel von einer alten zu einer neuen Police. Im Haftpflicht-Vergleich der Stiftung Warentest finden Sie güns­tige Angebote.

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