Fahr­rad­unfälle Meldung

Fahr­radfahrer müssen keinen Helm tragen. Sie haben nach einem Unfall Anspruch auf vollen Schaden­ersatz und Schmerzens­geld, auch wenn sie sich mit Helm nicht oder weniger verletzt hätten. Das hat das Ober­landes­gericht Celle entschieden (Az. 14 U 113/13).

Das Land­gericht Verden hatte den Schaden­ersatz­anspruch des Fahr­radfahrers in erster Instanz noch um 20 Prozent gekürzt. Er sei sport­lich unterwegs gewesen und hätte sich deshalb wie ein Skifahrer oder Reiter mit einem Helm schützen müssen. Die Richter in Celle sahen das anders: Einen Helm müssten nur Radler tragen, die sehr schnell und riskant unterwegs seien.

Im Juni hatte das Ober­landes­gericht Schleswig Schaden­ersatz­ansprüche einer Radfahrerin gekürzt, die ohne sport­liche Ambitionen unterwegs war (Az. 7 U 11/12). Das Urteil war auf zum Teil heftige Kritik gestoßen. Die Klägerin hat Revision einge­legt.

Jetzt muss der Bundes­gerichts­hof über den Fall aus Schleswig entscheiden. Auch das Urteil des Ober­landes­gerichts Celle ist noch nicht rechts­kräftig.

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