Mit 7 500 Euro Schmerzensgeld musste ein deutscher Fahrradproduzent eine Frau entschädigen, die mit ihrem neuen Citybike stürzte, weil das rechte Pedal abgebrochen war. Maßgeblich für das Urteil war der Umstand, dass der Unfall unmittelbar nach dem Einkauf des Rades geschah. Wenn ein Fehler kurze Zeit nach dem Kauf auftritt, sei prinzipiell ein Verschulden des Herstellers zu vermuten. Dies gelte insbesondere dann, wenn er es unterlasse, stichprobenartige Kontrollen seiner Waren durchzuführen. Der Hersteller müsse sich daher von der Verschuldensvermu­tung entlasten, was im vorliegenden Fall nicht gelungen sei (OLG Oldenburg 23. 2. 2005, 8 U 301/04).

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