Fahr­radträger im Test Meldung

Sperr­gepäck. Am Heck lassen sich Räder bequem be- und entladen.

Ob auf der Auto­bahn, in engen Kurven, bei Schlaglöchern oder abrupten Brems­manövern: Ein guter Fahr­radträger bringt Draht­esel heil und sicher ans Ziel. Das gelingt jedoch nicht immer, zeigen Tests unserer Schweizer und tsche­chischen Part­ner­organisationen. Sie untersuchten Träger für die Heck­klappe, für die Anhängerkupp­lung und solche fürs Auto­dach. Ihr Fazit: Besonders sicher und spritsparend fahren Velos auf der Anhängerkupp­lung mit.

Die Besten fürs Dach

Große Unterschiede stellten die tsche­chischen Verbraucherschützer von dTest bei den 17 geprüften Dachfahr­radträgern fest. Einige können das Rad beschädigen oder das Auto zerkratzen, andere ließen sich nur mit Mühe montieren. Leicht zu hand­haben war der Testsieger Thule ProRide 598 (110 Euro). Er bietet sicheren Halt und hohen Korrosions­schutz. Auch ein Schnäpp­chen über­zeugte: Thule Free­Ride 532 (60 Euro) ließ sich einfach und schnell anbringen und erwies sich bei den Test­fahrten als stabil.

Die Besten fürs Heck

Sollen Räder spritsparend am Fahr­zeugheck mitfahren, gibt es je nach Auto zwei Optionen: Modelle, die Nutzer an der Heck­klappe montieren müssen, und solche, die auf die Anhängerkupp­lung gesteckt werden. Die Schweizer Tester von K-Tipp prüften insgesamt zwölf Modelle beider Varianten. Die Träger für die Kupp­lung erwiesen sich im Test als sicherer und stabiler als jene für die Heck­klappe. Mit ihnen lassen sich auch schwere E-Bikes trans­portieren. Am besten schnitt Thule Easy Fold 931 (490 Euro) ab, gefolgt vom Thule Velo Space 917 (500 Euro). Der güns­tige Unitec Alu-Atlas Evolution (150 Euro) über­zeugte ebenfalls. Er besitzt jedoch keinen Diebstahl­schutz. Die Modelle fassen jeweils zwei Räder.
Zum Fahrradträger-Test von K-Tipp

Heck­klappen-Träger insgesamt schlechter als Kupp­lungs­träger

Heck­klappen-Träger sind meist güns­tiger, schnitten insgesamt aber schlechter ab als Kupp­lungs­träger. Noch okay: Eckla Grizzly (230 Euro). Er ist leicht, stabil und lässt sich schnell montieren. Das Modell bietet jedoch keinen Diebstahl­schutz und seine Felgen-Halte­riemen können Kratzer verursachen.

Dach­träger erhöhen den Sprit­verbrauch

Die Befestigungs­systeme haben Vor- und Nachteile. Träger fürs Dach sind in der Regel güns­tiger als solche fürs Heck. Sie lassen sich meist schnell montieren. Auf dem Dach sind die Fahr­räder zudem recht sicher vor Dieben. Nachteil: Die Räder müssen aufs Dach gewuchtet werden und sie erhöhen den Benzin­verbrauch. Durch­schnitt­lich zwei Liter mehr pro 100 Kilo­meter verbraucht ein Auto, wenn es auf dem Dach Fahr­räder trans­portiert. Das hat der Schweizer Auto­mobilclub TCS mit einem VW Golf bei einer Geschwindig­keit von 100 km/h gemessen. Zum Vergleich: Stehen die Räder auf einem Heck­träger, steigt der Verbrauch nur um rund einen halben Liter.

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