Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung im Test

Kauf­beratung und Tipps für die Hand­habung

Schnell mal die Fahr­räder mitnehmen – insbesondere mit vielen Fahr­radträgern für die Anhängerkupp­lung ist das möglich. Allerdings sollten Sie schon beim Kauf und später bei der Benut­zung einige Dinge beachten. Die Stiftung Warentest fasst zusammen, worauf es für eine sichere Fahrt mit Fahr­radträger ankommt.

Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung im Test Testergebnisse für 8 Fahr­rad­träger für die Anhängerkupp­lung 02/2021

Für 3,50 € freischalten
Inhalt

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Träger­typ auswählen. Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung gelten als die sicherste und komfortabelste Variante, Fahr­räder am Auto zu trans­portieren. Das gilt insbesondere für schwere Elektrofahr­räder. Eine Orientierung zu empfehlens­werten Modellen gibt der Fahrradträger-Test der Stiftung Warentest. Hat Ihr Auto keine Anhängerkupp­lung, kommen Träger­systeme für die Heck­klappe oder fürs Dach in Frage. Die Vor- und Nachteile der Träger beleuchten wir in unserem Systemvergleich.

Zuladung des Trägers. Die Zuladung für Fahr­radträger ist jeweils auf ein bestimmtes Gewicht begrenzt. Insbesondere, wenn Sie schwere E-Bikes (Pedelecs) trans­portieren wollen, kann die erlaubte Zuladung über­schritten werden.

Stützlast der Anhängerkupp­lung beachten. Bei der Auswahl eines Kupp­lungs­trägers müssen Sie außerdem die Stützlast der Anhängerkupp­lung beachten. Sie ist im Fahr­zeug­schein oder Hand­buch zu finden. Gleichen Sie die Angaben ab mit dem Gewicht der zu trans­portierenden Räder plus Träger. Wie schwer die Räder sein dürfen, steht oft auch in der Gebrauchs­anleitung des Trägers. Knapp kann es vor allem dann werden, wenn Sie schwere E-Bikes oder einen Träger mit mehr als zwei Fahr­rädern trans­portieren wollen.

Elektro-Steck­verbindung beachten. Kupp­lungs­träger müssen an die Elektronik des Autos ange­schlossen werden, damit die Licht­leiste funk­tioniert. Deshalb auf die passende Elektro-Steck­verbindung achten. Üblich sind 7 oder 13 Pole.

Zusatz­funk­tionen auswählen. Ist der Stauraum knapp, sollten Sie darauf achten, dass der Träger falt­bar ist. Eine weitere Zusatz­funk­tion ist der sogenannte „Abklapp­mecha­nismus“. Damit lässt sich der montierte Träger inklusive Fahr­rädern nach hinten wegkippen – so bleibt der Kofferraum einigermaßen zugäng­lich. Beide Funk­tionen sind praktisch. Wenn Sie darauf verzichtet können, lässt sich aber auch etwas Geld sparen.

So sind Sie sicher unterwegs

Vor der ersten Fahrt

Zweites Kenn­zeichen anbringen. Verdecken Träger und Räder das Kenn­zeichen oder die dritte Brems­leuchte, müssen sie am Träger wieder­holt werden: mit einer Brems­leuchte, die oben an die Fahr­räder gesteckt wird, und einem zweiten Kenn­zeichen.

Über­stand kennt­lich machen. Im seltenen Fall, dass ein langes Fahr­rad mehr als 40 Zenti­meter über die Leuchten des Trägers zur Seite heraus­ragt, ist noch mehr Zusatz­beleuchtung Pflicht: Die seitlich über­stehende Ladung ist mit je einer weißen Leuchte nach vorn und einer roten Leuchte nach hinten kennt­lich zu machen. In einigen Ländern muss Ladung am Heck zudem mit einer Warn­tafel versehen werden, etwa in Italien, Portugal oder Spanien.

Vor jeder Fahrt

Kupp­lungs­kugel reinigen. Bevor Sie einen Träger auf die Anhängerkupp­lung setzen, sollten Sie die Kupp­lungs­kugel von Fett und Schmutz säubern. So verringert sich das Risiko, dass der Träger auf der Anhängerkupp­lung verrutscht.

Richtig montieren. Befestigen Sie den Träger waagerecht. So ist die Licht­leiste korrekt ausgerichtet und die Verriegelung sitzt optimal auf der Kupp­lung. Laden Sie das schwerere Fahr­rad nah am Fahr­zeug auf und das zweite entgegen­gesetzt davor – das verringert den Wind­widerstand.

Leucht­weite regulieren. Bei starker Heck­lastig­keit müssen Sie auch der Leucht­weitenregler anpassen, um nachts den Gegen­verkehr nicht zu blenden.

Kleinteile abmontieren. Leicht zu verlierende Teile wie Luft­pumpen, Sattelhüllen oder Fahr­radschlösser vor der Fahrt abmontieren. Lösen sie sich, können sie andere Menschen im Verkehr irritieren oder gar gefährden.

Akkus und Displays abnehmen. Auch Pedelec-Akkus sollten besser im Auto trans­portiert werden. Gerade am Heck wären sie Schmutz und Spritz­wasser ausgesetzt. Wir empfehlen, nach dem Abmontieren die Lade­kontakte am Elektrorad abzu­decken. Auch die empfindlichen Displays sollten Sie nach Möglich­keit abnehmen oder schützen.

Keine Hülle verwenden. Wir raten davon ab, eine Plane oder Hülle über das gesamte Fahr­rad zu werfen. Dadurch werden die Kräfte, die während der Fahrt auf den Träger wirken, enorm groß.

Lichter prüfen. Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung verdecken oft die Rück­lichter des Autos und wieder­holen diese über eine Licht­leiste. Vor der Fahrt sollten Sie unbe­dingt checken, ob alle Lichter – inklusive Brems­licht und Blinker – korrekt funk­tionieren.

Während der Fahrt

Acht­sam fahren. Für Fahrten mit Träger empfehlen Anbieter oft eine Höchst­geschwindig­keit von 120 oder 130 Kilo­meter pro Stunde. Der Träger kann das Fahr­verhalten beein­flussen, das Auto in Extremsituationen unge­wohnt reagieren.

Kontroll­pausen einlegen. Pausen einlegen, um Schrauben und Befestigungen zu kontrollieren und nach­zuziehen. Sichern Sie die Räder bei längeren Pausen zusätzlich mit einem Fahr­radschloss. Wenn es weitergeht: Schloss wieder abnehmen!

Nach der Fahrt

Reinigen. Träger vor längerem Einlagern mit Wasser und etwas Seife von Schmutz reinigen. Insbesondere Heck­träger können stark verschmutzen. Im Fahrradträger-Test traten keine Probleme mit Korrosion auf. Damit Sie lange Freude an den recht teuren Trägern haben, gilt aber auch in diesem Punkt: Sicher ist sicher.

Jetzt freischalten

Test Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung im Test

Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 6 Seiten).

3,50 €

Wie wollen Sie bezahlen?

  • test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben
  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen.
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen.
  • Diesen Artikel per Handy kaufen.
  • Gutschein einlösen

Preise inkl. MwSt.

Fragen zum Kauf beantworten wir in unserem Hilfe-Bereich.

Warum ist dieser Artikel kostenpflichtig?

Die Stiftung Warentest

  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 3 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Mehr zum Thema

  • Auto­kinder­sitze 349 Kinder­sitze im Test

    - Im Test Auto­kinder­sitze der Stiftung Warentest reichen die Noten von Sehr gut bis Mangelhaft. Sicherheit für Ihr Kind! Hier finden Sie Test­ergeb­nisse von 349 Sitzen.

  • Kind im Auto Reicht eine Sitz­erhöhung?

    - Sitz­erhöhungen ohne Rückenlehne sind erlaubt, bieten aber wenig Sicherheit. Im Crashtest knallte der Dummy-Kopf gegen die Tür. Die Stiftung Warentest rät: Spendieren Sie...

  • Bußgeldkatalog Verschärfungen unwirk­sam

    - Seit Ende April 2020 gilt eine neue Straßenverkehrs­ordnung (StVO). Darin wurden die Sanktionen für Verkehrs­sünder erheblich verschärft. Ein einmonatiges Fahrer­verbot...