Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung im Test: Nur jedes zweite Modell ist sicher

So haben wir getestet

Hier beschreiben wir, wie die Stiftung Warentest Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung getestet hat, welcher Prüf­methoden sie sich bedient und auf welche Normen oder gesetzliche Vorgaben sie sich dabei bezieht.

Im Test: Acht Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung, für zwei Räder. Alle sind abklapp­bar und falt­bar. Wir kauf­ten die Träger im Juli und August 2020 ein und befragten ihre Anbieter im November und Dezember 2020 zu den Preisen.

Sicherheit: 40 %

Im Crashtest haben wir die Fahr­radträger auf 30 Kilo­meter pro Stunde beschleunigt. Über einen Zeitraum von 50 Milli­sekunden wirkten dadurch Kräfte von zirka 10 g auf die Träger. Um den Crashtest in Anlehnung an Din 75303 zu bestehen, durften sich weder der Träger von der Kupp­lung noch Teile des Trägers lösen. Die Träger waren dabei mit der maximalen Zuladung laut Anbieter plus dem von der Norm vorgeschriebenem Sicher­heits­gewicht von 3 Kilogramm je Fahr­rad beladen.

Außerdem führten wir in Anlehnung an Din 75303 Fahr­prüfungen mit einem VW Tiguan, Baujahr 2019, durch: So nahmen wir je drei Voll­bremsungen bei einer Ausgangs­geschwindig­keit von Tempo 80 sowie 15 bis zum Still­stand vor. Bei Tempo 50, 55 und 60 wurde jeweils ein Ausweichmanöver gefahren.

Zudem mussten die Fahr­radträger jeweils 2 000 Meter auf einer Schlecht­wegestrecke bei einem konstanten Tempo von 15, 25 und 35 standhalten. Des Weiteren wurde eine Brems­schwelle mit einer Geschwindig­keit von 30 Kilo­metern pro Stunde über­fahren. Im Anschluss an diese Fahr­prüfungen beur­teilten wir unter anderem, ob die Position von Träger und Fahr­rädern noch sicher war und ob Beschädigungen an Trägern, Fahr­rädern und Auto aufgetreten sind.

Im Prüf­punkt Stabilität der Befestigungs­elemente zogen wir mit definierter Kraft an den Riemen, Klammern und Schellen zur Befestigung der Fahr­räder am Träger. Sie mussten die von einer Norm fest­gelegten Widerstände leisten.

Das Vermeiden von Schäden an Fahr­zeug und Fahr­rad im täglichen Gebrauch bewerteten wir anhand der Erkennt­nisse aus dem praktischen Umgang mit den Trägern im Test sowie in den Fahr­prüfungen.

Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung im Test - Nur jedes zweite Modell ist sicher

Beim simulierten Frontalcrash im Labor patzten einige Modelle.

Hand­habung: 50 %

Ein Experte bewertete die Sicher­heits- und Warnhin­weise in der Gebrauchs- und Monta­geanleitung. Fünf geschulte Test­personen, drei Männer und zwei Frauen, beur­teilten unter anderem deren Verständlich­keit und logischen Aufbau. Sie prüften außerdem:

  • Montage, zum Beispiel Pass­genauigkeit und Aufwand,
  • Demontage,
  • tägliches Beladen und Entladen der Fahr­räder,
  • wie einfach der Zugang zum Kofferraum durch den Abklapp-Mecha­nismus war
  • Platz­bedarf zur Lagerung des Trägers.

Halt­barkeit: 10 %

Die Korrosions­beständig­keit prüften wir über 72 Stunden in einer Salz­sprüh­nebelkammer. Die Witterungs­beständig­keit von UV-Strahlung ausgesetzten Kunst­stoff­teilen und Befestigungs­elementen prüften wir in Anlehnung an Din 75303, indem wir sie damit bestrahlten und anschließend Zug- und Schlag­versuche durch­führten. Unter Verarbeitung bewerteten wir zum Beispiel scharfe Ecken, Kanten und Quetsch­stellen.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt:

War die Sicherheit mangelhaft, konnte das Qualitäts­urteil nicht besser sein. War die Sicherheit ausreichend, konnte es nur eine halbe Note besser sein. Lautete das Urteil für den Crashtest auf Ausreichend oder Mangelhaft, konnte die Sicherheit nicht besser sein. War die Stabilität der Befestigungs­elemente ausreichend, konnte die Sicherheit maximal eine Note besser sein.

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Test Fahr­radträger für die Anhängerkupp­lung im Test 27.01.2021
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