Die Systemfrage: Auf dem Dach, auf der Kupplung oder am Heck

Dachträger

Prinzip: Kombination aus Grundträger und Elementen für die Befestigung von Fahrrädern. Auf dem Basisträger wird der Fahrradträger festgemacht. Die Räder werden in seinen Schienen mit Radhaltern festgezurrt und zusätzlich von klappbaren, stabilen Haltearmen am Rahmen fixiert.

Vorzüge: Vorhandene Grundträger für den Surfbrett-, Dachbox- oder Boottransport können mit passenden Adaptern benutzt werden. Relativ billig (Ausnahme: Träger mit Dachlift).

Nachteile: Beim Crash versagten die Grundträger im Test. Unbequeme Beladung (Ausnahme Dachliftmodelle). Verschmutzungsgefahr für die Kleidung. Niedrige Ein- und Durchfahrten müssen gemieden werden. Schlechteres Fahrverhalten. Erhöhter Spritverbrauch (bis zu drei Liter).

Kupplungsträger

Prinzip: Fahrradträger für die direkte Montage auf der Anhängerkupplung (Kupplungskugel) des Fahrzeugs. Besteht aus einem Adapter für die Kugel und einem Träger für unterschiedlich viele Fahrräder.

Vorzüge: Sehr stabil. Leichtes Be- und Entladen. Fahrräder werden im Windschatten transportiert, was die Erhöhung des Luftwiderstands in Grenzen hält.

Nachteile: Relativ teuer, vor allem wenn noch keine Anhängerkupplung vorhanden ist. Bei schlechtem Wetter verschmutzen die Fahrräder schnell und gründlich im Schleppnebel (ähnlich wie Heckträger). Häufig hohes Gewicht und sperrige Abmessungen.

Heckträger

Prinzip: Mit Spannbändern und Polsterrollen werden sie an der Heckklappe befestigt oder stützen sich bei Stufenhecklimousinen am Kofferraum und Stoßfänger ab. Für unterschiedliche Automodelle geeignet oder maßgeschneidert für bestimmte Autotypen Vorzüge: Billig und schnell montiert.

Nachteile: Beim An- und Abbau sowie Bestücken sind Beschädigungen an der Heckpartie keine Seltenheit, vor allem bei Universalträgern mit Spanngurtsystem. Auch beim Festziehen der Riemen kann es Beulen geben und während der Fahrt werden die Heckklappen ebenfalls stark strapaziert. Eher etwas für ältere Fahrzeuge. Besser sind maßgeschneiderte, starr ausgelegte Systeme für spezifische Fahrzeuge.

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