Fahrradträger Test

Fahrradträger fürs Autodach sind nicht sicher. Ein niederschmetterndes Ergebnis: Im Crashtest flogen die Räder gleich reihenweise davon. Schuld sind die Grundträger: sie lösen sich schon bei vergleichsweise harmlosen Unfällen vom Autodach. Heck- und Kupplungsträger sind besser. Im Test: 18 Fahrradträger für 40 bis 510 Euro. test online sagt, wie Sie Ihre Fahrräder sicher transportieren.

Dachträger zu schwach

Rrrumms. Im Labor kracht der Schlitten mit dem Fahrradträger auf ein stehendes Hindernis. Aufprall mit Tempo 30. Die Befestigung des Grundträgers reißt. Das System fliegt vom Dach. Träger, Fahrradhalter und Fahrräder werden zum Geschoss. Das kann im Ernstfall tödlich sein. Vor allem für Fußgänger und nachfolgende Verkehrsteilnehmer. Keiner der getesteten Grundträger für die Dachmontage ist sicher. Dabei ginge es besser: Fest im Dach verschraubt halten die Fahrradträger dem Aufprall stand. Die Stiftung Warentest hats ausprobiert. Aber keiner der getesteten Fahrradträger ist für die feste Montage vorgesehen.

Alternative am Heck

Fahrradträger für die Heckmontage sind besser. Vier Modelle erreichen gute Noten, sechs sind immerhin befriedigend. Erste Wahl: Die Montage auf der Anhängerkupplung. Hier fahren die Räder komfortabel und sicher. Fahrradträger für die Kupplungsmontage sind stabil und leicht zu beladen. Außerdem erhöhen sie den Luftwiderstand nicht so stark. Nachteil: Die Träger sind teuer und schwer. Preis: ab etwa 340 Euro. Ist noch keine Anhängerkupplung vorhanden, kommen rund 500 Euro für die Kupplung hinzu. Das lohnt sich nur für Radfans, die regelmäßig auf Tour gehen.

Preisschlager für 40 Euro

Alternative: einfache Heckträger. Sie werden mit Spannbändern und Polsterrollen an der Heckklappe befestigt. Bei Stufenhecklimousinen ruht der Träger auf Kofferraum und Stoßstange. Der Preisschlager aus dem Test heißt Unitec Professional für den VW Golf IV. Preis: nur 40 Euro. test-Urteil: befriedigend. Gut geeignet für Gelegenheitsfahrer. Nachteil der Heckträger: Stress für Heckklappe und Lack. Kleine Schäden sind keine Seltenheit. Das gilt vor allem für Universalträger, die sich auf verschiedenen Fahrzeugtypen einstellen lassen. Sie sind eher für ältere Autos geeignet. Alternative für Neuwagen: maßgeschneiderte, starr ausgelegte Heckträger für das jeweilige Modell.

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