Fahr­radschaltungen: So kommen Sie am besten voran

Kurbel, Kette, Kettenrad und Ritzel über­setzen die Bein­kraft des Fahrers in Vortrieb. Am besten kommen Radler bei 70 bis 90 Pedal­umdrehungen pro Minute voran. Je nach Steigung, Fahr­bahn und Wind­richtung sind deshalb unterschiedliche Über­setzungen sinn­voll. Gang­schaltungen ermöglichen, die Über­setzung während der Fahrt zu wechseln.

Eine Frage der Über­setzung

Vor allem berg­auf ist die richtige Über­setzung wichtig. Ein geübter Radfahrer ohne sport­liche Ambitionen schafft eine Dauer­leistung von ungefähr zwei Watt je Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Fahrer mit 75 Kilo, 15 Kilo Fahr­rad und fünf Kilo für Kleidung, Schuhe und Gepäck reicht das, um eine 5 Prozent steile Steigung mit ungefähr 10 Stundenkilo­metern Geschwindig­keit hoch­zufahren. Bei einem Fahr­rad ohne Schaltung mit gängiger Kettenblatt/Ritzel-Kombination von 44 zu 18 Zähnen heißt das: 64 Tritte und 32 Kurbel­umdrehungen pro Minute. Das ist sehr lang­sam. Der Fahrer muss einen enorm hohen Pedal­druck erzeugen, um mit derart geringer Tritt­frequenz noch die fürs Halten der Geschwindig­keit nötige Leistung zu bringen. Das machen Knie und Oberschenkel nicht lange mit.

Entspannter unterwegs

Mit 3-Gang-Naben­schaltung ist der Beispiel­radler im ersten Gang schon mit fast 45 Kurbel­umdrehungen deutlich entspannter unterwegs. Richtig komfortabel wird`s mit einer aktuellen 8- bis 11-Gang-Naben­schaltung und deutlich über 70 Umdrehungen pro Minute. Breit abge­stufte Ketten­schaltungen für Trekkingräder und Mountain­bikes bieten noch sehr viel kürzere Über­setzungen und ermöglichen damit auch Normal-Fahr­radfahrern ohne intensives Training Ausflüge auf steile Pass­straßen im Hoch­gebirge.

Ketten- oder Getrie­beschaltung?

Auf der Suche nach der richtigen Über­setzung haben Fahr­radfahrer die Wahl zwischen Ketten­schaltungen und Getrie­beschaltungen. Bei Getrie­beschaltungen verstecken sich mehr oder weniger komplexe Getriebe in einem Gehäuse. Wichtigster Fall: die so genannten Naben­schaltungen. Da steckt das Getriebe in der Hinterradnabe. Meist arbeiten dort Planeten­getriebe, die ineinander greifen. Es gibt aber auch Naben­schaltungen, die mit Kugeln betrieben werden.

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