Tipps für Radfahrer

  • Besser sichern. Hundert­prozentigen Schutz vor Fahr­radklau gibt es nicht. Aber: Diebe scheuen viel Aufwand. Sichern Sie Ihr Rad besser als umstehende Fahr­räder. Dann ist die Chance groß, dass Ihres verschont bleibt.
  • Fest anschließen. Das beste Schloss nützt nichts, wenn das Fahr­rad nur ab- aber nicht ange­schlossen ist. Dann kann der Dieb es einfach beiseite tragen und ins Fahr­zeug verfrachten. Nicht viel besser ist das Anschließen an einen wenig stabilen Gegen­stand, den der Dieb leicht demontieren oder zerstören kann. Schließen Sie Ihr Fahr­rad an dicke Metall­stäbe, Laternenpfähle oder solide Abstell­anlagen an. Informationen zu Abstell­anlagen hat der Verkehrsclub ADFC.
  • Hoch befestigen. Befestigen Sie das Schloss an Fahr­rad und Abstell­anlage am besten so, dass es sich möglichst mindestens einen halben Meter hoch über dem Boden hängt. Dies erschwert den Dieben ihr Hand­werk.
  • Doppelt sichern. Viele Diebe wollen nicht allzu viel Werk­zeug mit sich herum­schleppen und „spezialisieren“ sich auf einen Schloss­typ. Sichern Sie Ihr Fahr­rad deshalb am besten mit zwei unterschiedlichen Modellen. Zum Beispiel können Sie mit einem guten Bügel- und einem Panzer­kabel­schloss zugleich Rahmen, Vorder- und Hinterrad an eine Abstell­anlage anschließen.
  • Auch Bäcker­schloss nutzen. Rahmenschlösser, deren ausfahr­baren gekrümmen Metall­arme das Hinterrad blockieren, bieten keinen hinreichenden Schutz, da ein Dieb ein so gesichertes Fahr­rad einfach wegtragen kann. Als „Bäcker­schloss“, also für kurz­zeitige Besorgungen wie Brötchenholen, haben die Rahmenschlösser durch­aus eine Existenz­berechtigung. Ebenso als Zweit­schloss, das ein hoch­wertiges Bügel-, Falt- oder Panzer­kabel­schloss ergänzt.
  • Sicht­bar abstellen. Schließen Sie Ihr Fahr­rad möglichst dort ab, wo der Dieb „soziale Kontrolle“ befürchten muss. Also dort, wo es gut einsehbar ist und wo viele Menschen unterwegs sind. Ideale Abstell­anlagen befinden sich zum Beispiel neben Taxi­ständen, Kiosken oder Imbissen.
  • Rad kodieren lassen. Polizei, Werk­stätten und Fahr­radclubs bieten an, eine Nummer einzugra­vieren – zusätzlich zur Rahmennummer. Dieser Kode und der Aufkleber „Finger weg!! Mein Fahr­rad ist codiert!“ erhöhen für Diebe und Hehler das Risiko. Infos bietet die Polizei.
  • Sattel sichern. Bitten Sie Ihre Fahr­radwerk­statt, wert­volle Anbauteile und Zubehör­komponenten wie den Sattel mit Spezial­schrauben zu sichern. Aber: Rüsten Sie sich mit diesem Spezial-Bit aus, um selbst reparieren zu können.
  • Polizei rufen. Spielen Sie nicht den Helden, wenn Sie einen vermeintlichen Dieb beob­achten. Besser Zeugen hinzuziehen und die Polizei rufen. Und zwar unter 110.
  • Mit Quittung kaufen. Wer ein geklautes Rad kauft, riskiert viel. Es gehört weiter dem ursprüng­lichen Eigentümer und könnte bei Kontrollen beschlag­nahmt werden. Der beste Schutz, wenn Sie ein Gebrauchtes auf dem Flohmarkt oder über eine Klein­anzeige kaufen: Quittung verlangen und sich den Ausweis zeigen lassen. Lehnt der Verkäufer ab, bei Verdacht auf Hehlerei die Polizei informieren.
  • Infos nach Diebstahl. Wenn ein Fahr­rad geklaut ist, helfen präzise Beschreibungen für Fahndung und Schadens­meldung beim Versicherer. Nützlich sind Detailfotos, Quittung sowie Notizen im Fahr­radpass. So etwas gibt es auch schon als App fürs Smartphone.

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