Fahrradschlösser: Geknackt in 3 Sekunden

Fahr­radfahren wird immer beliebter. Das freut auch die Fahr­raddiebe. Mehrere hundert­tausend Mal pro Jahr schlagen sie zu und haben dabei oft leichtes Spiel: Selbst relativ teure Fahr­radschlösser bieten häufig keine Sicherheit. Nur wenige leisten den Dieben recht zuver­lässig Widerstand. Der aktuelle Test zeigt die besten Bügel-, Falt-, Panzer­kabel- und Ketten­schlösser und gibt Tipps, wie Sie Ihr Rad wirkungs­voll schützen können.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Fahrradschlösser.

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TestFahr­radschlössertest 04/2013
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Die meisten Schlösser sind leicht zu knacken

Ein Haufen Schrott – das ist alles, was von den meisten Fahr­radschlössern am Testende übrig geblieben ist. Sägen, Bolzen­schneider, Zangen und diversen andere Werk­zeuge haben ganze Arbeit geleistet. Die Prüfer konnten die meisten der 37 Schlösser im Test ohne allzu großen Aufwand inner­halb von drei Minuten knacken. Selbst wenn eines am Ende unbe­schädigt blieb, heißt es nicht, dass es den Aufbruch­versuchen stand hielt. Denn die Prüfer konnten einige auch mit der zerstörungs­freien Picking-Methode „intelligent“ öffnen. Mit welchen Werk­zeugen sich die jeweiligen Schlösser am erfolg­reichsten knacken ließen, muss aber geheim bleiben. Die Stiftung Warentest will Möchtegern-Fahr­raddieben mit solchen Infos nicht die Arbeit erleichtern.

Bügelschlösser als Testsieger

Testsieger sind zwei Bügelschlösser für 80 und 85 Euro. Es gibt aber auch gute Alternativen für 75 und 40 Euro. Grund­sätzlicher Nachteil der Bügelschlösser: Sie sind starr und unflexibel. Mehr Möglich­keiten zum Anschließen des Fahr­rads an einen dicken Pfahl oder an eine Abstell­anlage bieten Falt­schlösser, deren starre Segmente – ähnlich wie bei Zoll­stöcken – unter­einander beweglich sind. Allerdings erwies sich nur ein einziges Falt­schloss-Modell als gut. Es kostet 120 Euro.

Panzer­kabel und Kettenschlösser

Noch mehr Varianten, das Fahr­rad zu sichern, bieten Panzer­kabel- und Kettenschlösser. Von den 18 geprüften Modellen schnitten im Test aber nur 3 befriedigend ab. Die restlichen 15 waren nur ausreichend oder mangelhaft. Die relativ langen und flexiblen Kabel kommen vor allem als zusätzliche Sicherung infrage. So lassen sich damit der Rahmen sowie Vorder- und Hinterrad an eine Abstell­anlage anschließen.

Spiral­kabel sind „Geschenkbänder für Diebe“

Fahr­radschlösser Test

Die Drahtseile erscheinen durch den Kunststoff dicker als sie in Wirk­lich­keit sind.

Die Drahtseile erscheinen durch den Kunststoff dicker als sie in Wirk­lich­keit sind.

Die Stiftung Warentest warnt: Am unsichersten sind dünne Billigschlösser wie Spiral­kabel. Sie wurden im aktuellen Test nicht geprüft. Aus früheren Unter­suchungen ist aber bekannt, dass sie sich oft in weniger als 15 Sekunden knacken lassen. Polizisten nennen sie mitunter „Geschenkbänder für Diebe“. In der Vergangenheit wurden diese Schlösser leider besonders häufig verkauft.

Problem­stoff im Kunst­stoff­mantel

15 Fahr­radschlösser sind in anderer Hinsicht unsichere Kandidaten. Ihre Kunst­stoff­beschichtungen oder -mäntel erwiesen sich im Test als schad­stoff­haltig. Die Analysen ergaben relativ hohe Gehalte von problematischen Weichmachern wie DEHP (Diethylhex­ylph­thalat). Bei Haut­kontakt können diese Substanzen in den menschlichen Organismus gelangen. Der aber ist schon mit DEHP aus anderen Quellen wie Nahrung oder Hausstaub vorbelastet. Die Stiftung Warentest meint: Substanzen mit besorgnis­erregenden Eigenschaften haben in Verbraucher­produkten nichts verloren. Andere Anbieter kommen ohne derartige Problem­stoffe aus.

Auf Nummer sicher gehen

Ein wichtiges Ergebnis dieses Tests lautet: Hundert­prozentige Sicherheit fürs Fahr­rad gibt es nicht. Die Stiftung Warentest rät deshalb, Fahr­räder über die Hausrat­versicherung abzu­sichern. Gute Angebote zeigt der Test Hausratversicherungen – die besten für Familien, Junge und Senioren. Die Alternative ist eine separate Fahrradversicherung.

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