Tipps

Rad vor Diebstahl schützen

  • Richtig sichern. Schließen Sie das Rad an einen fest verankerten, stabilen Gegen­stand an. Er sollte sich weder absägen noch abschrauben lassen – der morsche Lattenzaun ist für Diebe kaum ein Hindernis.
  • Besser alleine. Stellen Sie Ihr Rad gut sicht­bar und einzeln ab. Gruppen von Rädern machen es Dieben leicht: Die Fummelei an fremden Schlössern fällt hier weniger auf.
  • Doppelt hält besser. Wenn das Rad lange parkt, etwa vor dem Bahnhof, ist es am sichersten, es mit zwei unterschiedlichen Schloss­typen zu sichern. So lassen sich zum einen Rahmen, Vorder- und Hinterrad an eine Abstellan­lage anschließen, zum anderen spezialisieren sich Diebe oft auf eine Schloss­art und tragen nur das dafür passende Werk­zeug mit sich. Empfehlens­wert ist es, ein gutes Bügel­schloss mit einem Panzer- oder Kettenmodell zu kombinieren.
  • Kode gegen Knacker. Händler, Fahr­radklubs sowie die Polizei bieten mehr­mals im Jahr Termine an, an denen sie einen individuellen Kode in den Rahmen gravieren. In den meisten Bundes­ländern enthält die Chiffre die verschlüsselte Adresse des Besitzers, dessen Initialen sowie das Jahr der Kodierung. Das erschwert Dieben zum einen den Weiterverkauf, zum anderen können Polizei oder Fundbüro den Eigentümer mit den Daten leichter ausfindig machen. Die Kodierung kostet laut Fahr­radverband ADFC maximal 15 Euro. Anbie­terhin­weise sowie weitere Informationen hält der ADFC bereit.

Schaden ersetzen

  • Die Hausrat­police. Sie deckt den Diebstahl aus Haus, Keller und Garage ab. Verschwindet das Rad vor dem Kino oder Geschäft, greift sie nur, wenn extra ein Fahr­radschutz ausgehandelt wurde. Der Radbesitzer legt einen festen Prozent­satz der Versicherungs­summe fest, zum
    Beispiel 1 Prozent. Beträgt die Versicherungs­summe für den Hausrat 78 000 Euro, bekäme er beim Radklau 780 Euro. Das kostet meist nicht mehr als 50 Euro zusätzlich im Jahr.
  • Die Fahr­radversicherung. Händler bieten beim Kauf eines Rads oft spezielle Policen an. Die sind in der Regel teurer als der Hausrat­schutz, decken meist aber auch mehr ab, etwa Vandalismusschäden und Teilediebstahl. Sie eignen sich vor allem für wert­volle Velos. Liegt der Neupreis bei 1 000 Euro oder mehr, kostet die Versicherung um die 100 Euro, bei einigen Gesell­schaften sogar bis zu 200 Euro pro Rad und Jahr.
  • Das Klein­gedruckte. Häufig schließen Versicherer den Schutz nachts aus – es sei denn das Rad war noch in Gebrauch und wartete zum Beispiel vor der Kneipe. Empfehlens­wert sind Verträge ohne „Nacht­klausel“. Gern schreiben die Versicherer spezieller Fahr­radpolicen vor, welche Schlösser vom Radfahrer zu benutzen sind.

Dieser Artikel ist hilfreich. 68 Nutzer finden das hilfreich.