Fahr­radschläuche im Test Meldung

Die Nagel­probe besteht kaum ein Schlauch im Test.

Die Tage werden kürzer und kühler, viele Radler holen ihren Draht­esel seltener aus dem Stall. Umso wichtiger, dass er dann auch genügend Luft in den Reifen hat und nicht vor jedem Ausritt erst die Fahr­radpumpe bemüht werden muss. Die Tester der Schweizer Zeit­schrift K-Tipp haben „Velo­schläuche“ untersucht. Fazit: Vielen Fahr­radschläuchen für City- und Trekkingräder geht schnell die Luft aus. Und gegen spitze Gegen­stände bieten sie wenig Schutz.

Die Mehr­zahl enttäuscht

Sieben von zwölf Schläuchen für 28-Zoll-Fahr­räder schnitten bei K-Tipp nur genügend oder ungenügend ab. Das entspricht der Note Ausreichend oder Mangelhaft in der Bewertungs­skala der Stiftung Warentest.
Zum Test Fahrradschläuche von K-Tipp (kosten­pflichtig)

Schwalbe und Vittoria vorn

Am besten waren Schwalbe 700c SV 17 und Vittoria Ultra­lite City-Trekking. Beide verloren nach 24 Stunden nur 0,3 bar an Druck. Der Schutz vor Bord­steinkanten, Nägeln oder Scherben ist bei beiden aber nur mäßig. In diesem Prüf­punkt siegte der Prophete Gruppen­schlauch. Der robuste Schlauch von Prophete verliert aber relativ viel Luft: nach 24 Stunden 1,1 bar. Das ergibt zwar noch keinen Platten, der Luft­verlust ist beim Fahren aber deutlich spür­bar. Auch ist der Prophete mit 245 Gramm der schwerste Fahr­radschlauch im Test. Der Schwalbe 700c SV 17 wiegt 160 Gramm, der Vittoria ist mit 124 Gramm der Leichteste im Test­feld.

Veröffent­lichungen der Stiftung Warentest zum Thema Fahr­rad

Tests. Die Stiftung Warentest hat kürzlich 20 Trekkingräder geprüft, und zwar jeweils die Damen- und die Herren­variante. Die fahr­stabilsten Damen­räder stellen sogar einige Herrenräder in den Schatten. Bei unserem Test von Fahrradschlössern über­zeugten Bügelschlösser am meisten. Wann eine Fahr­radversicherung sinn­voll ist und wann die Hausrat­police reicht, zeigt unser Test Fahrradversicherung.

Specials. Wie Sie gut und sicher in die Gänge kommen, worauf Sie beim Fahr­radkauf achten müssen, und welche Regeln fürs Radeln gelten, erklären wir in unserem Special Was Radler wissen müssen. Von Reifen über Bremsen bis Schaltungen: Unser großes Special Fahrradtechnik erklärt die wichtigsten Begriffe und Techniken und gibt einen Über­blick über die gängigsten Produkt­typen.

Ratgeber. Kauf, Technik, Wartung: Unser Fahrradbuch liefert alle wichtigen Infos auf einen Blick. 120 fotografierte Anleitungen von „Achter entfernen“ bis „Tret­lager austauschen“ bietet unser Buch Fahrradreparaturen einfach selber machen, das für 24,90 Euro im test.de-Shop erhältlich ist. Eine praktische Kurz­variante für unterwegs bietet unser E-Book Fahrradreparaturen für unterwegs (3,99 Euro).

Michelin trotzt Nägeln und Scherben am besten

Insgesamt gut und in Deutsch­land erhältlich sind noch die Schläuche Michelin Airstop Butyl und BBB Biketube BTI-82. Die Experten pumpten die Reifen auf 6,6 bar auf. Das Rad wurde so belastet, dass auf der Kontakt­stelle des Reifens mit dem Boden genau 100 Kilogramm Gewicht lasteten. Dann maßen sie den Druck­verlust in den folgenden Stunden. Beim Nageltest wurde der Druck mit dem Nagel schritt­weise erhöht, bis der Schlauch ein Loch hatte. Der Michelin schnitt in der Unter­disziplin Nägel und Scherben noch ein biss­chen besser ab als der Prophete, schwächelte aber ähnlich wie der Schwalbe und der Vittoria beim Fall­test auf Bord­steinkanten.

Wenn der Schlauch kaputt ist

Wer eine Panne hat, braucht gutes Fahr­rad-Flick­zeug. Das hat K-Tipp 2015 letzt­mals getestet. Mit sehr gut wurden damals bewertet: Rema Tip-Top TT01 Tour Reparatur Set, Cult Bike Parts Fahr­rad-Flick­zeug und Lezyne Metal Kit.

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