Fahrradmitnahme im ICE Meldung

Innovativer als beim Transport von Fahrrädern zeigen sich die Bahnmanager, wenn es um das Gepäck von Fluggästen geht. Wer in Frankfurt/Main in den Flieger umsteigen möchte, kann bereits in Stuttgart einchecken, der ICE befördert das Gepäck im Spezialcontainer. Höchste Eisenbahn, dass sich die Bahn mit ähnlichem Engagement um Kunden kümmert, die ein Fahrrad mitnehmen möchten.

Ärgerliche Erfahrungen machen in diesem Sommer viele Bahnkunden, die ihr Fahrrad im Zug mitnehmen wollen. Auf immer mehr Fernverkehrsverbindungen gilt: "Keine Fahrradmitnahme". Im neuen Fahrplan wurden zahlreiche Interregio-Züge gestrichen, mit denen Radler deutsche Urlaubsregionen erreichen konnten, ohne umzusteigen. Beispiel: Wer vom Rhein nach Cuxhaven an der Nordsee reisen möchte, strandet jetzt bereits in Bremen. Denn der Bus, der anstelle des bisherigen Interregios fährt, transportiert keine Fahrräder. Auf vielen Strecken verdrängen außerdem neue ICE-Züge die Intercitys und Interregios. Die alten Züge verfügen über Fahrradstellplätze, deren Zahl sich zum Teil sogar der Nachfrage anpassen lässt. In neuen ICE-Zügen stehen die Signale für die Fahrradmitnahme bislang dagegen auf Rot. Zum Beispiel bleiben Radtouristen zwischen Ost- und Süddeutschland immer öfter auf der Strecke. Kein Wunder, wenn sie gezwungenermaßen aufs Auto umsteigen.

Technisch wäre es kein Problem, auch im ICE Rad-Stellplätze einzurichten. Die Züge sind dafür sogar vorbereitet. Zwischen Stuttgart und Zürich fahren bereits die Prototypen. Auch in anderen Zügen, zum Beispiel im Nachtreiseverkehr und in vielen Regionalzügen, hat die Bahn ihr Angebot für Radler inzwischen verbessert.

test-Kommentar: Ziel der Bahnreform sollte es sein, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Das muss auch und gerade im Flaggschiff ICE für eine der umweltschonendsten Varianten der Urlaubsreise gelten: die Kombination von Bahn und Fahrrad.

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