So haben wir getestet

Im interna­tionalen Gemein­schafts­test unter Federführung der Stiftung Warentest: 16 Fahr­radhelme für Erwachsene sowie 18 Helme für Kinder.
Einkauf der Prüf­muster: Dez. 2011 bis Jan. 2012.
Preise: Anbieterbefragung im März 2012.

Abwertungen

Bei ausreichendem oder schlechterem Unfall­schutz kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Bei ausreichender oder mangelhafter Stoß­dämpfung sowie mangelhafter Belast­barkeit von Riemen und Schloss kann der Unfall­schutz nicht besser sein. Bei ausreichendem Komfort bzw. ausreichender Belüftung kann die Hand­habung höchs­tens eine Note besser sein. Das test-Qualitäts­urteil kann bei einem Ausreichend für Schad­stoffe nur eine Note besser sein.

Unfall­schutz: 50 %

Prüfungen angelehnt an Entwurf DIN EN 1078 (Juli 2011), teils mit höheren Anforderungen. Stoß­dämpfung mit Prüf­kopf in einer Fall­maschine. Aufprall aus ca. 1,5 m Höhe auf flachen und kantigen Stahlso­ckel (bei Nicht­bestehen auf kantigem Sockel auch aus ca. 1,1 m Normhöhe). Prüfung bei –20 °C, +50 °C sowie gealtert und beregnet. Aufprall vorn, oben, seitlich und hinten. Abstreifsicherheit: Mit einem 10-kg-Gewicht wurde versucht, den Helm nach vorn und hinten vom Prüf­kopf zu ziehen. Belast­barkeit von Riemen und Schloss: Dyna­mische Prüfung mit 4-kg-Gewicht am Gurt. Ermitteln von bleibenden Verformungen. Zwei Experten beur­teilten die Erkenn­barkeit im Dunkeln von vorn, hinten und seitlich.

Hand­habung, Komfort: 35 %

Gebrauchs­anleitung: Ein Experte beur­teilte u. a. Lesbarkeit und Sicher­heits­hinweise. Sechs Männer und zwei Frauen (erfahrene Frei­zeit­sportler) sowie vier Kinder (unter Anleitung) beur­teilten Anpassen, Aufsetzen, Absetzen. Weiterhin Verstellen des Gurt­systems beim Trans­port wie Anhängen am Ruck­sack, Komfort, Pass­form, Kinn­riemen, Schloss (u. a. Kratzen, Funk­tion Schloss) und Sicht­feld. Belüftung während der Fahrt (nur Erwachsene) und durch Thermo­grafie.

Hitze­beständig­keit: 10 %

Fahr­radhelm Test

Thermo­grafie: Nach dem Aufheizen werden Helm samt Prüf­kopf abge­kühlt und gescannt. Die weißen Flächen zeigen die Stellen, wo sich die Wärme auch während der Fahrt sammelt.

Nach vier Stunden bei 75 °C und Abkühlen auf Raum­temperatur beur­teilten wir u. a. Farb- und Material­änderungen an Verklebungen, Pads und Schale. Ebenso bei 75 °C und 95 % Luft­feuchte.

Schad­stoffe: 5 %

Teile mit Haut­kontakt wie Riemen und Pads wurden auf PAK (poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe) angelehnt an ZEK 01.4–08, auf Phthalate, zinn­organische Verbindungen und problematische Flamm­schutz­mittel untersucht. Karzinogene und all­ergene Farb­stoffe gab es nicht.

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