Fahrradcomputer Tempo und Tourdaten im Blick

12.03.2010

Geschwindigkeit, Kilometerstand, Herzfrequenz – mit einem Fahrradcomputer haben Radler alles im Blick. Einfache Geräte konzentrieren sich auf wesentliche Tourdaten wie Tempo und gefahrene Kilometer. Multi­funktionale Geräte erfassen weitere Strecken­daten wie Geländehöhe, Steigung und den Puls des Fahrers.

Fahrradcomputer

  • Testergebnisse für 13 Einfache Fahrradcomputer 03/2010Anzeigen
  • Testergebnisse für 6 Multifunktionale Fahrradcomputer 03/2010Anzeigen
Inhalt
Liste der 19 getesteten Produkte
Einfache Fahrradcomputer 03/2010 - Kabelgebunden
  • BBB BCP-03 Hauptbild
    BBB BCP-03
  • Cateye Strada Hauptbild
    Cateye Strada
  • Ciclomaster CM 2.2 Hauptbild
    Ciclomaster CM 2.2
  • Marwi Union 8 Hauptbild
    Marwi Union 8
  • Pro Digi X-10 Hauptbild
    Pro Digi X-10
  • Sigma BC 1009 Hauptbild
    Sigma BC 1009
  • Topeak Panoram V10X Hauptbild
    Topeak Panoram V10X
  • Trelock Cockpit² FC 525 Hauptbild
    Trelock Cockpit² FC 525
  • VDO X2 Hauptbild
    VDO X2
  • Ventura Ventura XIV Art.-Nr. 244525 Hauptbild
    Ventura Ventura XIV Art.-Nr. 244525
Einfache Fahrradcomputer 03/2010 - Übertragung per Funk
  • Ciclomaster CM 4.2 Hauptbild
    Ciclomaster CM 4.2
  • Penny / Streetcoach Hauptbild
    Penny / Streetcoach
  • Sigma BC 1609 STS Cadence Hauptbild
    Sigma BC 1609 STS Cadence
Multifunktionale Fahrradcomputer 03/2010
  • Ciclomaster CM 8.3A Plus Hauptbild
    Ciclomaster CM 8.3A Plus
  • Garmin Edge 305 HR Hauptbild
    Garmin Edge 305 HR
  • Polar CS600X Hauptbild
    Polar CS600X
  • Sigma Rox 9.0 Hauptbild
    Sigma Rox 9.0
  • Trelock BB 4000i Bike & Body Hauptbild
    Trelock BB 4000i Bike & Body
  • VDO Z3 PC-Link Hauptbild
    VDO Z3 PC-Link

Welche Infos brauche ich?

Die Stiftung Warentest hat 19 Fahrradcomputer getestet, darunter 13 einfache und 6 multifunktionale. Eine wichtige Frage vor dem Kauf sollte lauten: Welche Informationen will ich beim Radfahren überhaupt haben? Reicht mir ein einfacher Tachometer oder möchte ich Hightech am Lenker? Sonst geben Radler womöglich viel Geld für unnötige Dinge aus und ärgern sich überdies, wenn der Computer kompliziert zu bedienen ist. Denn mit zunehmender Datenfülle wird auch die Handhabung aufwändiger.

Trainingsdaten am PC auswerten

Einfache Fahrradcomputer konzentrieren sich auf die Anzeige wesentlicher Tourdaten wie Tempo und gefahrene Kilometer. Die Preise der getesteten Geräte liegen zwischen 8 und 70 Euro. Multifunktionale Computer kosten deutlich mehr: zwischen 150 und 380 Euro. Dafür erfassen sie nicht nur weitere Streckendaten wie Geländehöhe und Steigung, sondern über einen Brustgurt auch den Puls des Fahrers. Damit kann er gezielt trainieren und auch seinen Kalorienverbrauch abschätzen. Alle Daten der Multifunktions­geräte lassen sich zudem auf den heimischen PC übertragen und dort mit der mitgelieferten Software auswerten.

Übertragung per Kabel oder Funk

Das Funktionsprinzip der meisten Fahrradcomputer ist einfach: Ein an der Speiche befestigter Magnet kreist an einem an der Gabel angebrachten Sensor vorbei und löst bei jeder Umdrehung einen Impuls aus. Dieser Impuls gelangt per Kabel oder drahtlos per Funk zum Minicomputer am Lenker. Das Garmin Edge 305 HR empfängt als einziger zusätzlich GPS-Daten zum Vermessen der Strecke. Damit lassen sich die Tourdaten auch geografisch speichern. Eine Karte zum Navigieren kann in dem getesteten Garmin aber nicht hinterlegt werden. Die Trittfrequenz wird über einen Sensor an der Tretkurbel erfasst. Früher waren kabellose Geräte anfällig für elektromagnetische Felder wie Hochspannungsleitungen. Im aktuellen Test gab es hier keine Auffälligkeiten.

Batterien reichen eine Saison

Fahrradcomputer und kabellose Kontakteinheiten brauchen Batterien. Nur der Computer von Garmin besitzt einen festeingebauten Akku. Er liefert Energie für etwa zehn Stunden. Das kann auf längeren Touren ohne Steckdose eng werden. Die Ladezeit beträgt rund drei Stunden. Die anderen Geräte kommen mit einem Satz Batterien sicher eine Saison lang aus. Unverschämt: Beim Polar CS600X ist die Batterie im Geschwindigkeitssensor fest eingebaut. Sobald sie leer ist – laut Anbieter nach drei Jahren –, ist der Sensor Müll. Das kostet nicht nur jedes Mal 50 Euro, sondern belastet vor allem die Umwelt. Die Knopfzelle im Computer des Polar CS600X ist zudem ein so seltener Batterietyp, dass Ersatz – gerade auf Tour – oft schwierig zu beschaffen sein wird.

Montage meist unproblematisch

Die Montage von Computer und Kontakteinheiten am Fahrrad dauert meistens nur wenige Minuten. Zum Befestigen liefern die Anbieter oft Kabelbinder oder Ringgummis mit. Nur der Topeak Panoram V10X muss mit kleinen Inbusschrauben angeschraubt werden. Der passende Schlüssel liegt nicht bei. Um das Signal zwischen Kontakt­geber an der Speiche und Aufnehmer an der Gabel zu übertragen, muss der Radler den Abstand richtig einstellen. Die Anbieter geben dafür ein Höchstmaß vor. Beim Gerät von Penny ist es mit 2 Millimetern sehr knapp bemessen. Wer gern durchs Gelände fährt, könnte Probleme mit anhaftendem Schlamm bekommen. Die meisten anderen erlauben etwa 5 Millimeter.

Einstellung und Installation können dauern

Nach der Montage müssen die Fahrradcomputer eingestellt werden. Bei multifunktionalen Geräten kann das einige Zeit dauern, ebenso die Installation der Software am PC. Die Programme sind auf gängige Betriebssysteme von Microsoft wie Windows XP und Vista ausgelegt, das Garmin Edge 305 HR läuft auch mit Mac OS X von Apple. Ist alles eingerichtet, lassen sich die Tourdaten am Computer vielfältig auswerten – von grafischen Streckenprofilen bis zu detaillierten Trainingsplänen.

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