Fahrradbeleuchtung von Penny Schnelltest

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) schreibt für Fahrräder neben einem Dynamo und diversen Reflektoren auch einen dynamobetriebenen weißen Scheinwerfer sowie ein rotes Rücklicht vor. Wer zusätzlich einen Frontstrahler mit Batterie sucht, wird diese Woche billig bei Penny fündig. Der Lebensmitteldiscounter bietet verschiedene Fahrradutensilien, unter anderem ein zweiteiliges Halogen-Batterieleuchten-Set für 4,59 Euro. Zum Vergleich: Gute Batteriescheinwerfer aus dem aktuellen Vergleichstest kosteten mindestens 15 Euro. test.de stellt das vermeintliche Schnäppchen von Penny in einem Schnelltest auf die Probe.

Schwache Funzel

Das wichtigste gleich zu Beginn: Der für vier Lux zugelassene Scheinwerfer entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Ab November 2006 dürfen nur noch Scheinwerfer mit mindestens 10 Lux Helligkeit verkauft werden. Der Schnelltest ergab zwar, dass der Scheinwerfer mit einer tatsächlichen Helligkeit von 7-8 Lux über den angegebenen vier Lux liegt. Doch für eine gute Beleuchtung reicht das nicht. Zudem ist das Sichtfeld der Pennyleuchte äußerst klein. Wer mit diesem Scheinwerfer in unbeleuchtetem Terrain unterwegs ist, bleibt ziemlich im Dunkeln. Der Scheinwerfer strahlt gerade hell genug, um im Straßenverkehr gesehen zu werden.

Hoher Batterieverbrauch

Weiteres Manko des Scheinwerfers ist die Haltbarkeit der Batterie: Im Test erreichte die Leuchte mit Varta High Energy-Batterien gerade die gesetzlich geforderte Leuchtdauer von 60 Minuten. In der Praxis ist ein Scheinwerfer mit einer Betriebsdauer von einer Stunde jedoch kaum sinnvoll. Ungünstigerweise ist auch noch ein Schraubendreher nötig, um das Batteriefach zu öffnen. Auf die Dauer geht der häufige Batteriewechsel ins Geld und belastet unnötig die Umwelt. Tipp: Verwenden Sie Akkus. Zwar hat der Penny-Scheinwerfer keine Ladebuchse. Trotzdem spart das unterm Strich Geld.

Härtetest bestanden

Überraschend gut ist dagegen die Haltbarkeit des Scheinwerfers. Das Gewicht ist ordentlich austariert, sodass die Leuchte den Belastungstest ohne Blessuren bestand. Auf der simulierten Holperstraße ist der Schweinwerfer weder nach vorn abgekippt noch abgebrochen.

Ordentliche Rückleuchte

Im Gegensatz zum Scheinwerfer macht die mitgelieferte Rückleuchte einen ordentlichen Eindruck. Das Rücklicht mit sechs LEDs ist gut sicht- und haltbar. Die LEDS des Pennyangebots verbrauchen nur wenig Strom. Die Batterien der Rückleuchte halten länger als sechs Stunden. Zudem ist der Batteriewechsel bei der Rückleuchte auch ohne zusätzliches Werkzeug mit einer Münze oder einem Schlüssel möglich.

test-Kommentar: Nur eingeschränkt zu empfehlen
Technische Daten und Austattung: Im Überblick
Komplett + interaktiv: Test Fahrradbeleuchtung aus der Zeitschrift test

Dieser Artikel ist hilfreich. 508 Nutzer finden das hilfreich.