Fahr­radbeleuchtung im Test

So haben wir getestet

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Fahr­radbeleuchtung im Test

  • Testergebnisse für 13 Front­scheinwerfer fürs Rad 09/2020
  • Testergebnisse für 6 Rück­lichter fürs Rad 09/2020
Inhalt

Im Test: 13 Front­scheinwerfer und 6 Rück­lichter, jeweils abnehm­bar und mit Akku­betrieb. Wir kauf­ten sie im Februar und März 2020 ein und erhoben die mitt­leren Preise online Mitte Juli 2020.

Licht und Sicht: 50 %

Wir prüften, wie gut die Scheinwerfer Wege ausleuchten. Dafür beur­teilten zwei Experten die Licht­verteilung auf einem unbe­leuchteten Feldweg. In die Bewertung flossen etwa Breite und Form der beleuchteten Fläche sowie die Gleich­mäßig­keit der Ausleuchtung im Fern- und Nahbereich ein. Fünf erfahrene Radfahrer (eine Frau und vier Männer) beur­teilten zudem die Ausleuchtung im höchsten und, wenn vorhanden, nied­rigsten Beleuchtungs­modus sowie die seitliche Sicht­barkeit. Zudem maßen wir die Beleuchtungs­stärke (Lux) in Anlehnung an Din 33958 und bewerteten, wie stark Mess­wert und Anbieter­angabe voneinander abweichen.

Wir prüften, wie gut die Rück­lichter gesehen werden. Dafür maßen wir die Licht­stärke (Candela) in Anlehnung an Din 33958. Die fünf Radfahrer bewerteten zudem Erkenn­barkeit und seitliche Sicht­barkeit.

Im Punkt Blenden vermeiden bewerteten wir unter anderem die Blendgefahr etwa durch falsches Einstellen des Scheinwerfers, wenn dieser zum Beispiel nach jedem Abnehmen neu justiert werden muss. Die Leucht­dauer maßen wir im höchsten und nied­rigsten Beleuchtungs­modus bis zum Abschalten der Leuchten.

Hand­habung: 30 %

Ein Experte prüfte, ob die Gebrauchs­anleitungen sinn­voll aufgebaut, voll­ständig und verständlich sind.

Für die Montage der Lampen bewerteten die fünf Radler zum Beispiel das erforderliche tech­nische Know-how, die Gefahr einer Fehlmontage und wie einfach sie zu justieren sind.

In die Teilnote täglicher Gebrauch ging etwa ein, wie gut sich die Leuchten an- und abste­cken lassen, ob Beleuchtungs­modi sinn­voll abge­stuft und die Lampen gegen unbe­absichtigtes Ein- und Ausschalten gesichert sind. Zudem floss ein, wie gut sich die Rest­lauf­zeit ablesen lässt und wie sinn­voll die teils vorhandene Sensor­automatik die Helligkeit reguliert.

Im Urteil Laden wurden etwa die Sicherung gegen Fehlbedingung und Ables­barkeit des Lade­zustandes bewertet, außerdem die Dauer des Lade­vorgangs und ob der Akku durch Verbraucher selbst wechsel­bar ist.

Halt­barkeit: 20 %

Den Korrosions­schutz prüften wir in Anlehnung an die Din 33958 in 100 Zyklen in einer Salz­sprühkammer – je 10 Minuten sprühen und 50 Minuten trocknen.

Die Spritz­wasser­schutz­prüfung der Klasse IPX4 prüfte den Schutz gegen allseitiges Spritz­wasser in Anlehnung an Din EN 60529.

Die mecha­nische Belast­barkeit testeten wir in einer Stoß- und Fall­prüfung und 24 Stunden lang in einem Dauer­belastungs­test in Anlehnung an Din 33958. Die Lampen wurden, der üblichen Montage entsprechend, an einem Rohr maschinell in Schwingung gebracht.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Folgende setzten wir ein: War die Halt­barkeit mangelhaft, konnte das Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. Hieß die Note für Spritz­wasser­schutz oder mecha­nische Belast­barkeit Mangelhaft, konnte die Halt­barkeit nicht besser sein. Lautet das Urteil für die Leucht­dauer Ausreichend, konnten Licht und Sicht nur eine halbe Note besser sein. War das Laden ausreichend, konnte die Hand­habung nur eine halbe Note besser sein.

Fahr­radbeleuchtung im Test

  • Testergebnisse für 13 Front­scheinwerfer fürs Rad 09/2020
  • Testergebnisse für 6 Rück­lichter fürs Rad 09/2020
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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 19.04.2022 um 11:10 Uhr
Testwunsch Dynamo-Lampen

@Jaegerkatrin: Wir nehmen Ihre Nachfrage nach einer Untersuchung von Dynamo-Beleuchtung als Testwunsch gerne auf. Vielen Dank dafür.
Generell, ob mit Dynamo oder Akku, beide Beleuchtungssysteme fürs Fahr­rad haben Vor- und Nachteile. Während Nabendynamos, einmal installiert, sehr wartungs­arm und ausfall­sicher sind, punkten Akku­leuchten mit ihrem geringen Gewicht und hoher Flexibilität. Wir haben die Vorteile und Nachteile verschiedener Beleuchtungssysteme zusammengefasst. Einen Link zu diesem Vergleich finden Sie im redaktionellen Beitrag "Akku-Fahr­radlampen: Mit wenigen Hand­griffen montiert".

Jaegerkatrin am 18.04.2022 um 19:11 Uhr
Test Dynamo-betriebener Beleuchtung

Warum gibt es keinen Test von Dynamo-Lampen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 05.04.2022 um 14:54 Uhr
Festverbaute Beleuchtung

@slion3007: Wir nehmen Ihren Testwunsch gerne auf. Die Stiftung Waren analysiert den Markt nach den stärksten Marken und der Verkaufsmenge. So können wir eine möglichst breite Verbraucherschicht ansprechen.

slion3007 am 05.04.2022 um 12:19 Uhr
Warum immer nur Akkuleuchten?

Hallo Testteam,
warum werden immer nur Akkuleuchten getestet. Wie wäre es, wenn ihr mal fest montierbare Leuchten, die z. B. an den Nabendynamos angeschlossen werden, testet!
Ich bin definitiv Anhänger der festverbauten Beleuchtung und würde mich freuen, wenn ich mal einen Test drüber lesen könnte und dann mein Fahrrad mit einem besseren Front- oder Hecklicht sicherer machen könnte!

Profilbild Stiftung_Warentest am 14.12.2021 um 11:53 Uhr
Selbstentladung

@Ascendor: Wir haben den Aspekt „Selbstentladung“ nicht geprüft, sind uns aber sicher, dass dieses „Verhalten“ unserem Prüfinstitut aufgefallen wäre, insbesondere wenn der Akku nach 2-3 Tagen leer wäre.
Dieses Verhalten können wir nicht nachvollziehen. Aus Erfahrungsberichten wissen wir, dass auch nach Wochen das Rücklicht nicht entladen ist. Wir empfehlen das Produkt zu reklamieren.