Die Stiftung Warentest hat Fahr­rad­anhänger getestet – neun Zweisitzer und drei Einsitzer, darunter Modelle von Croozer, Hamax, Leggero, Qeridoo und Thule (ehemals Chariot). Viele Kinder­fahr­rad­anhänger im Test haben Probleme mit der Sicherheit, enthalten zu viele Schad­stoffe oder bieten wenig Platz. Fünf von zwölf Fahr­rad­anhängern fallen daher durch. Gute Fahr­rad­anhänger gibt es dennoch in beiden Kategorien – vier Modelle kann die Stiftung Warentest empfehlen (Preise: 96 bis 925 Euro).

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TestFahr­rad­anhänger im Test03.07.2019
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Sicher, bequem, praktisch – Ansprüche an die Fahr­rad­anhänger

In Fahr­rad­anhängern sollen Kinder sicher und bequem unterwegs sein, für die Eltern sollen sie den Alltag so praktisch wie möglich gestalten. Das hat seinen Preis: Bis zu 925 Euro kosten derzeit die Spitzenmodelle großer Marken. Die Stiftung Warentest hat untersucht, für welche Anhänger sich die Investition lohnt. Wir prüften unter anderem, wie gut sich die Anhänger hinter dem Rad fahren und bremsen ließen, in welchen Anhängern Kinder sicher und ergono­misch unterwegs sind und wo Eltern und Kinder nicht mit Schad­stoffen in Kontakt kommen.

Probleme mit der Sicherheit oder Schad­stoffen

Dass das nicht selbst­verständlich ist, zeigt unser Test: Vier Modelle sind in puncto Schad­stoffe mangelhaft. Unser Labor wies unter anderem ein in Klein­kinder­spielzeug verbotenes Flamm­schutz­mittel oder erhöhte Mengen poly­zyklischer aromatischer Kohlen­wasser­stoffe (PAK) nach, darunter auch Naph­thalin. Einige Modelle schützen ihre kleinen Passagiere bei Unfällen nicht gut genug. Der Froggy BTC07 beispiels­weise erwies sich im Test als so unsicher, dass wir schon vor Veröffent­lichung dieses Tests davor warnten, den Anhänger weiter zu nutzen. Seine Gurte rissen im Labor und sogar bei Voll­bremsungen im Praxis­test. Der Anbieter stoppte den Verkauf.

Tipp: Die wichtigsten Infos zu den gesundheitlich bedenk­lichen poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen haben wir im FAQ PAK zusammengefasst.

Das bietet der Fahr­rad­anhänger-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für zwölf Kinder­fahr­rad­anhänger, darunter neun Modelle für bis zu zwei Kinder sowie drei Einsitzer. Im Test unter anderem Marken wie Thule (Chariot), Croozer, Burley und Qeridoo. Neben Fahr­eigenschaften und Sicherheit haben wir Hand­habung, Sitz­komfort, Federung, Belüftung sowie Sonnen- und Regen­schutz getestet.

Kauf­beratung. Wir verraten, wodurch sich der Testsieger auszeichnet und von welchen Anhängern Eltern die Finger lassen sollten. Wir stellen die Stärken und Schwächen aller Kinder­fahr­rad­anhänger in Produkt­kommentaren vor – und sagen, für wen ein Kinderfahrradsitz eine Alternative sein könnte.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 7/2019.

Bildergalerie: Fahr­rad­anhänger im Test

In welchen Fahr­rad­anhängern sind Kinder sicher und bequem unterwegs?

1. Helm auf und anschnallen. Im Anhänger sollten Kinder richtig ange­schnallt sein und Helm tragen, um beim abrupten Abbremsen, bei Unfällen oder gar Über­schlägen best­möglich geschützt zu sein. Doch das hilft nicht bei allen Modellen im Test.

2. Gurt gerissen. Beim geprüften Anhänger von Froggy rissen Sicher­heits­gurte sogar bei Voll­bremsungen im Praxis­test. Aber auch bei den tech­nischen Prüfungen im Labor versagten Gurte des Froggy. Der Anbieter stoppte den Verkauf.

3. Über­schlag. Wie sicher sind die Kinder, wenn der Anhänger kippt oder sich über­schlägt? Nicht bei allen Modellen im Test blieb zwischen Prüfdummy und Boden genug Sicher­heits­abstand.

4. Schief gestellt. Auch die Standsicherheit der mit einem Dummy beladenen Anhänger prüften wir im Labor – auf einer schiefen Ebene.

5. Sicht­bare Kutschen. Wimpel, Reflektoren und Beleuchtung sollen die Anhänger im Straßenverkehr sicht­bar machen. Auch das ist eine Frage der Sicherheit.

6. Ruppige oder sanfte Fahrt? Eine Frage des Komforts ist, wie gut die Anhänger Schläge und Stöße auf unebenem Unter­grund abfangen. Das messen wir mithilfe eines sogenannten Beschleunigungs­aufnehmer, einem Sensor, unter anderem auf einem Laufband mit Hinder­nissen.

7. Lösbares Puzzle? Für Eltern sollen die Anhänger so praktisch wie möglich sein. Das fängt beim Zusammenbauen an. Wir prüften deshalb auch, wie einfach die Erst­montage der Anhänger ist.

8. Wandel­bare Wagen. Durch einsteck­bare oder herunter­klapp­bare Vorderräder lassen sich fast alle Fahr­rad­anhänger im Test mit wenigen Hand­griffen zum Buggy umfunk­tionieren. Im Buggy-Modus hatten jedoch viele Modelle Schwächen – zum Beispiel bei der Halt­barkeit.

Diese Fahr­rad­anhänger empfiehlt die Stiftung Warentest

Unseren Ansprüchen im Test werden nur wenige Modelle gerecht: Lediglich drei der zwölf geprüften Anhänger holen im Test ein gutes Gesamt­urteil – sie konnten mit ihren Fahr­eigenschaften, der Ergonomie und ihrer Halt­barkeit über­zeugen. Ein weiteres Modell kann uns nur als Anhänger über­zeugen. Zum Buggy umge­baut – diese Möglich­keit bieten fast alle Anhänger im Test – hat er Schwächen: So versagte das Buggyrad im Halt­barkeits­test, außerdem fanden wir im Buggy-Schie­begriff einen gesundheitlich bedenk­lichen Phthalat-Weichmacher – immerhin außer­halb des Kontakt­bereich des Kindes.

Schnell zu klein: Aus vielen Modellen wachsen Kinder früh heraus

Die zum Teil hohen Kauf­preise scheinen auf den ersten Blick gerecht­fertigt durch die lange Nutzungs­dauer. Doch unsere Ergonomie-Experten deckten im Test auf, dass viele Anhänger bereits für Kinder mit fünf Jahren zu nied­rig konstruiert sind. Aus einigen teuren Test­kandidaten wachsen viele Kinder mitunter noch früher heraus – bereits mit drei oder vier Jahren. Kinder können den Platz­mangel für den Kopf kompensieren, indem sie mit dem Po nach vorne rutschen. Für den Rücken ist diese Haltung allerdings ungünstig. In welchen Fahr­rad­anhängern Kinder sicher und ergono­misch mitfahren, verrät unser Test.

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