Fahr­rad­anhänger im Test Fünf von zwölf Kinder­fahr­rad­anhängern sind mangelhaft

Fahr­rad­anhänger im Test - Fünf von zwölf Kinder­fahr­rad­anhängern sind mangelhaft
Mit Kind und Kegel. Gute Fahr­rad­anhänger bieten Kindern unterwegs Platz und Sicherheit. © Sven Wied

Vier Fahr­rad­anhänger im Test 2019 können wir als Kinder­taxi empfehlen. Von fünf raten wir ab – aufgrund von Platz­mangel, Schad­stoffen oder mangelndem Schutz bei Unfällen.

Fahr­rad­anhänger im Test Testergebnisse für 12 Kinder­fahr­rad­anhänger 07/2019

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Inhalt
Liste der 12 getesteten Produkte
Kinder­fahr­rad­anhänger 07/2019 - Zweisitzer
  • Burley D'Lite X Hauptbild
    Burley D'Lite X
  • Croozer Kid Plus for 2 Hauptbild
    Croozer Kid Plus for 2
  • Froggy Kinderfahrradanhänger BTC 07 Hauptbild
    Froggy Kinderfahrradanhänger BTC 07
  • Hamax Outback Hauptbild
    Hamax Outback
  • Leggero Vento R Sail Family Hauptbild
    Leggero Vento R Sail Family
  • Point-Helmig Blue Bird Zweisitzer Dual Hauptbild
    Point-Helmig Blue Bird Zweisitzer Dual
  • Prophete Kindertransportanhänger 2928 Hauptbild
    Prophete Kindertransportanhänger 2928
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    Qeridoo Kidgoo2
  • Thule Chariot Cross 2 Hauptbild
    Thule Chariot Cross 2
Kinder­fahr­rad­anhänger 07/2019 - Ein­sitzer
  • Croozer Kid Plus for 1 Hauptbild
    Croozer Kid Plus for 1
  • Qeridoo Kidgoo1 Hauptbild
    Qeridoo Kidgoo1
  • Thule Chariot Cross 1 Hauptbild
    Thule Chariot Cross 1

Sicher, bequem, praktisch – Ansprüche an die Fahr­rad­anhänger

In Fahr­rad­anhängern sollen Kinder sicher und bequem unterwegs sein, für die Eltern sollen sie den Alltag so praktisch wie möglich gestalten. Das hat seinen Preis: Bis zu 925 Euro kosten derzeit die Spitzenmodelle großer Marken. Die Stiftung Warentest hat untersucht, für welche Anhänger sich die Investition lohnt. Wir prüften unter anderem, wie gut sich die Anhänger hinter dem Rad fahren und bremsen ließen, in welchen Anhängern Kinder sicher und ergono­misch unterwegs sind und wo Eltern und Kinder nicht mit Schad­stoffen in Kontakt kommen.

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Probleme mit der Sicherheit oder Schad­stoffen

Dass das nicht selbst­verständlich ist, zeigt unser Test: Vier Modelle sind in puncto Schad­stoffe mangelhaft. Unser Labor wies unter anderem ein in Klein­kinder­spielzeug verbotenes Flamm­schutz­mittel oder erhöhte Mengen poly­zyklischer aromatischer Kohlen­wasser­stoffe (PAK) nach, darunter auch Naph­thalin. Einige Modelle schützen ihre kleinen Passagiere bei Unfällen nicht gut genug. Der Froggy BTC07 beispiels­weise erwies sich im Test als so unsicher, dass wir schon vor Veröffent­lichung dieses Tests davor warnten, den Anhänger weiter zu nutzen. Seine Gurte rissen im Labor und sogar bei Voll­bremsungen im Praxis­test. Der Anbieter stoppte den Verkauf.

Tipp: Die wichtigsten Infos zu den gesundheitlich bedenk­lichen poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen haben wir im FAQ PAK zusammengefasst.

Das bietet der Fahr­rad­anhänger-Test der Stiftung Warentest

  • Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für zwölf Kinder­fahr­rad­anhänger, darunter neun Modelle für bis zu zwei Kinder sowie drei Einsitzer. Im Test vertreten sind Anhänger für 96 bis 925 Euro von Marken wie Thule (Chariot), Croozer, Burley und Qeridoo. Neben Fahr­eigenschaften und Sicherheit haben wir Hand­habung, Sitz­komfort, Federung, Belüftung sowie Sonnen- und Regen­schutz getestet.
  • Kauf­beratung. Wir verraten, wodurch sich der Testsieger auszeichnet und von welchen Anhängern Eltern die Finger lassen sollten. Wir stellen die Stärken und Schwächen aller Kinder­fahr­rad­anhänger in Produkt­kommentaren vor – und sagen, für wen ein Kinderfahrradsitz eine Alternative sein könnte.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 7/2019.

Bildergalerie: Fahr­rad­anhänger im Test

Diese Fahr­rad­anhänger empfiehlt die Stiftung Warentest

Unseren Ansprüchen im Test werden nur wenige Modelle gerecht: Lediglich drei der zwölf geprüften Anhänger holen im Test ein gutes Gesamt­urteil – sie konnten mit ihren Fahr­eigenschaften, der Ergonomie und ihrer Halt­barkeit über­zeugen. Ein weiteres Modell kann uns nur als Anhänger über­zeugen. Zum Buggy umge­baut – diese Möglich­keit bieten fast alle Anhänger im Test – hat er Schwächen: So versagte das Buggyrad im Halt­barkeits­test, außerdem fanden wir im Buggy-Schie­begriff einen gesundheitlich bedenk­lichen Phthalat-Weichmacher – immerhin außer­halb des Kontakt­bereich des Kindes.

Fahr­rad­anhänger im Test Testergebnisse für 12 Kinder­fahr­rad­anhänger 07/2019

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Schnell zu klein: Aus vielen Modellen wachsen Kinder früh heraus

Die zum Teil hohen Kauf­preise scheinen auf den ersten Blick gerecht­fertigt durch die lange Nutzungs­dauer. Doch unsere Ergonomie-Experten deckten im Test auf, dass viele Anhänger bereits für Kinder mit fünf Jahren zu nied­rig konstruiert sind. Aus einigen teuren Test­kandidaten wachsen viele Kinder mitunter noch früher heraus – bereits mit drei oder vier Jahren. Kinder können den Platz­mangel für den Kopf kompensieren, indem sie mit dem Po nach vorne rutschen. Für den Rücken ist diese Haltung allerdings ungünstig. In welchen Fahr­rad­anhängern Kinder sicher und ergono­misch mitfahren, verrät unser Test.

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