Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Gemeinschaftstest mit dem ADAC:
7 Fahr­radanhänger (5 Zweisitzer, 2 Einsitzer),
3 Fahrradtrailer und 2 Fahrradzug­systeme.

Einkauf der Prüfmuster: Dezember 2009 bis Ja­nuar 2010. Preise: Anbieterbefragung März 2010.

ABWERTUNGEN

Bei „mangelhafter“ Gebrauchsanleitung konnte die Handhabung nur eine Note besser sein. Waren Beleuchtung oder Rammen eines seitlichen Hindernisses „ausreichend“, konnte die Sicherheit nur eine Note besser sein. Wenn die Haltbarkeit „mangelhaft“ war, konnte das test-Qualitäts­­-
urteil nicht besser sein. Wenn Schadstoffe
„mangelhaft“waren, konnte das test-Qualitätsurteil nicht besser sein, bei „ausreichend“ nur
eine Note. Wenn PAK im Schiebegriff, im Kindbereich oder Phthalate im Kindbereich „befriedigend“ oder schlechter waren, konnte das Urteil
für Schadstoffe nicht besser sein.

FAHREN: 35 %

Fünf Testpersonen (zwei Frauen und drei Männer, alle erfahrene Fahrradfahrer) beurteilten das Fahrverhalten wie Wendigkeit und Fahrgefühl in verschiedenen Fahrsituationen. Weiterhin beurteilte ein Experte unter anderem die Schleuderneigung sowie das Durchfahren einer Slalomstrecke. Bremsen um­fasste unter anderem Bremsen bei Geradeausfahrt, in der Kurve und bei möglicher Gefahr sowie der Gebrauch der Feststellbremse.

Komfort fürs Kind: 20 %

Ein Experte beurteilte Sitzkomfort (unter anderem Polsterung und Platzbedarf für unterschiedlich große Kinder) sowie Federung, Fahrruhe. Ein- und Aussteigen bzw. Auf- und Absteigen wurde durch Beobachten von drei Kindern beurteilt. Belüftung wurde durch Anströmen mit farbiger Luft bei offenem und geschlossenem Anhänger geprüft. Beim Sonnen- und Wetterschutz wurde Regenschutz, Abtropfverhalten und Schattenspenden geprüft.

Handhabung: 20 %

Alle Testpersonen, darunter ein Experte, beurteilten die Gebrauchsanleitung. Sie bewerteten
Montage, An- und Abkuppeln, Zusammenlegen und Transport. Hineinsetzen der Kinder wurde mit Dummys geprüft. Die Testpersonen beurteilten
das Zuladen von Gepäck und Lastensowie das Reinigen des Anhängers, zum Beispiel Abnehmen und Waschbarkeit der Bezüge. Auch die Verschmutzungsneigung von außen wurde beurteilt. Eignung als Buggy und zum Joggen: Umbau, Schiebehöhe sowie Schiebe- und Fahrverhalten.

Sicherheit: 15 %

Neben dem Radeingriffschutz wurde die aktive und passive Beleuchtung geprüft. Ein Experte beurteilte Kippgefahr und Rammen eines seitlichen Hindernisses in verschiedenen Fahrsituationen, unter anderem in der Kurve und am Randstein. Rückhaltesystem und weitere Sicherheitsaspekte: Geprüft wurde unter anderem die
Wirksamkeit der Verschlüsse, die Festigkeit des Fahrraums sowie scharfe Ecken und Kanten.

Haltbarkeit: 5 %

Prüfung auf Rollenprüfstand mit 1,5-facher
Belastung der maximalen Zuladung über
100 000 Holperleisten. Das Zugfahrrad fuhr zeitversetzt über die Holperleisten und wurde
dabei seitlich ausgelenkt und periodisch gebremst. Die Prüfgeschwindigkeit wurde variiert.

Schadstoffe: 5 %

Prüfung der Schiebegriffe bzw. Feststellschrau­ben sowie der Gurte, Sitzpolster, Seitenwände, Sicht-, Regenfenster, Griffe und Sattel im Kindbereich auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) angelehnt an ZEK 01.2-­08, Phthalate (Weichmacher) und phenolische Verbindun­gen. Es gab keine verbotenen Azo- und allergisierenden Dispersionsfarbstoffe, Organozinnverbindungen u. problematische Flammschutzmittel.

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